Rassenkommissar kritisiert „tiefe Ader des Rassismus“ in der Politik

Australiens Beauftragter für Rassendiskriminierung wirft One Nation und Coalition vor, Einwanderer zum Sündenbock zu machen, und warnt vor politischen Bruchlinien, die den sozialen Zusammenhalt gefährden.
Australiens Bundesbeauftragter für Rassendiskriminierung hat eine vernichtende Kritik an wichtigen politischen Kräften im Land geübt und gewarnt, dass diskriminierende Rhetorik gegen Einwanderer tief in der politischen Landschaft verankert sei. Giridharan Sivaraman machte diese pointierten Beobachtungen während einer exklusiven Ansprache auf einem Seminar in Brisbane, das sich mit Menschenrechten und sozialen Herausforderungen befasste, und beleuchtete damit, was er als besorgniserregenden Trend in der australischen Politik bezeichnet.
Bei der Podiumsdiskussion der Menschenrechtskommission von Queensland bezeichnete Sivaraman die Behandlung von Einwanderergemeinschaften durch bestimmte politische Parteien als grundsätzlich entmenschlichend und in diskriminierenden Einstellungen verankert. Seine Kommentare stellen eine offizielle Einschätzung einer der ranghöchsten Persönlichkeiten Australiens dar, die für die Bekämpfung von Rassendiskriminierung und den Schutz der Rechte marginalisierter Gemeinschaften verantwortlich ist. Die Bemerkungen des Kommissars unterstreichen die wachsende Besorgnis über die Politisierung von Einwanderungsfragen im gegenwärtigen öffentlichen Diskurs Australiens.
Der Beauftragte für Rassendiskriminierung identifizierte One Nation und die Bundesopposition ausdrücklich als Hauptschuldige für die Aufrechterhaltung dessen, was er als „tiefe Ader des Rassismus“ im politischen Diskurs Australiens bezeichnete. Laut Sivaraman haben diese politischen Einheiten systematisch Einwanderer zum Sündenbock gemacht und dabei hetzerische Rhetorik und spaltende Botschaften eingesetzt, um Wählerunterstützung zu mobilisieren. Seine Beobachtungen deuten darauf hin, dass sich dieses Verhaltensmuster in bestimmten politischen Kreisen trotz seiner schädlichen Auswirkungen auf gefährdete Gemeinschaften zunehmend normalisiert hat.


