RBA bereitet sich auf Erhöhung des dritten Zinssatzes inmitten der Ölpreiskrise vor

Die Reserve Bank of Australia steht zunehmend unter Druck, die Zinssätze diese Woche zum dritten Mal in Folge anzuheben, obwohl die Ölpreissteigerungen außerhalb ihrer Kontrolle liegen.
Die Reserve Bank of Australia steht an einem kritischen Punkt, da sie sich der komplexen Herausforderung stellt, die Inflation in einem zunehmend volatilen globalen Wirtschaftsumfeld zu bewältigen. Während die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise weiterhin auf ein beispielloses Niveau treiben, bleiben diese externen Schocks weitgehend außerhalb des Einflussbereichs der Zentralbank. Dennoch muss sich die RBA im Kampf gegen die Inflation auf ihre wichtigste Waffe verlassen: die Anpassung des Bargeldsatzes durch Zinssatzänderungen.
Finanzmarktteilnehmer preisen eine Wahrscheinlichkeit von fast 80 % ein, dass die Reserve Bank bei ihrer geplanten Entscheidung am Dienstag eine weitere Zinserhöhung durchführen wird. Dies wäre die dritte Zinserhöhung in Folge im laufenden Kampf der Institution zur Eindämmung des anhaltenden Inflationsdrucks, der australische Haushalte und Unternehmen beeinträchtigt. Die steigenden Erwartungen unterstreichen die Schwere der Inflationssorgen, die trotz früherer Zinserhöhungen zur Dämpfung der Nachfrage weiterhin die Gesamtwirtschaft plagen.
Einige Finanzanalysten haben begonnen, die erwartete Zinserhöhung als „Hormuz-Anhebung“ zu bezeichnen, eine hämische Anspielung auf die Straße von Hormus und die geopolitischen Spannungen, die die globale Ölversorgung bedrohen. Dieser umgangssprachliche Begriff unterstreicht die bedauerliche Realität, dass sich die politischen Instrumente der RBA als unzureichend erweisen könnten, um die durch externe Angebotsschocks, insbesondere solche, die auf die Instabilität im Nahen Osten zurückzuführen sind, verursachte Inflation zu bekämpfen. Die Terminologie unterstreicht ein grundlegendes wirtschaftliches Dilemma: Zinsanpassungen können auf die nachfrageseitige Inflation abzielen, sie können jedoch nicht direkt die angebotsseitigen Beschränkungen beeinflussen, die die Energiepreise in die Höhe treiben.
Quelle: The Guardian


