Nachhaltigkeit im Fokus: Technologie bewältigt die Beifangkrise in den Ozeanen

Entdecken Sie, wie innovative Fischereitechnologien dazu beitragen, den versehentlichen Fang von Schildkröten, Walen und anderen Meerestieren zu reduzieren und nachhaltige Fischereipraktiken zu revolutionieren.
Unsere Ozeane sind voll von raffinierten, perfekten Fallen: Netze, Haken und Angelschnüre. Sie wurden entwickelt, um Tiere zu fangen, die für unsere Esstische bestimmt sind, und fangen oft versehentlich auch andere Wildtiere ein.
Diese versehentliche Entnahme, bekannt als Beifang, führt zum unnötigen Tod von Millionen von Meerestieren, darunter Wale, Delfine, Haie, Schildkröten und Seevögel. Netze und Ausrüstung können Tiere ersticken oder tödliche Verletzungen verursachen; Selbst wenn die Tiere zurück ins Meer geworfen werden, sterben sie häufig. Beifang stellt auch für Fischer ein Dilemma dar – verwickelte Tiere können Ausrüstung zerstören, was Zeit, Geld und den Ruf der Fischerei kostet.
Im Laufe der Jahrzehnte haben Naturschützer, Forscher und Fischer Methoden entwickelt, um verschiedene Arten von Beifang in verschiedenen Fischbeständen auf der ganzen Welt zu minimieren. Die Umsetzung dieser Lösungen ist jedoch oft eine Herausforderung, und viele Strategien zur Schadensbegrenzung werden nie umfassend umgesetzt.

Jetzt entsteht eine neue Welle innovativer Technologien, um die Beifangkrise zu bewältigen. Von LED-Leuchten, die Schildkröten abschrecken, bis hin zu seillosen Geräten, die ein Verheddern verhindern, revolutionieren diese Fortschritte nachhaltige Fischereipraktiken und geben Hoffnung für unsere gefährdeten Meeresökosysteme.
Eine vielversprechende Lösung ist der Einsatz von LED-Leuchten an Fischernetzen. Studien haben gezeigt, dass bestimmte Farbkombinationen wie Grün und Blau Meeresschildkröten wirksam davon abhalten können, gefangen zu werden. Die Lichter machen die Netze besser sichtbar, sodass die Schildkröten ihnen ausweichen können. Versuche in den Vereinigten Staaten und Mexiko haben bei bestimmten Schildkrötenarten eine Beifangreduzierung von bis zu 70 % gezeigt.

Ein weiterer innovativer Ansatz sind seillose Fanggeräte, die beseitigt die vertikalen Linien, die oft Wale, Delfine und Seelöwen verwickeln. Diese Systeme verwenden Druckluft oder schwimmende Leinen, die vom Meeresboden gelöst werden können, sodass Fischer ihre Ausrüstung ohne die Gefahr einer Verhedderung bergen können. Forscher experimentieren auch mit akustischen Abschreckungsmitteln, die Geräusche abgeben, um Meeressäugetiere zu verscheuchen.

Obwohl diese Technologien vielversprechend sind, wird ihre Einführung oft durch Kosten, Komplexität, oder der Widerstand traditioneller Fischer. Die Überwindung dieser Hindernisse erfordert gemeinsame Anstrengungen zwischen politischen Entscheidungsträgern, Branchenführern und Naturschutzgruppen. Durch die Zusammenarbeit können wir sicherstellen, dass der Fang gezielt erfolgt und der Beifang minimiert wird, um so das empfindliche Gleichgewicht unserer Ozeane für kommende Generationen zu schützen.
Quelle: Ars Technica


