RFK Jr. weigert sich, den CDC-Direktor bei der Impfpolitik zu unterstützen

Robert F. Kennedy Jr. wird sich nicht dazu verpflichten, eine evidenzbasierte Impfpolitik des nächsten CDC-Direktors zu unterstützen, da politische Beauftragte widersprüchliche wissenschaftliche Daten verwerfen.
Die Bemühungen der Trump-Regierung, die Anti-Impf-Agenda von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. einzudämmen, scheinen nur begrenzte Ergebnisse zu zeitigen, sowohl was die rhetorische Positionierung als auch die konkreten Maßnahmen betrifft. Während einer Anhörung vor dem Kongress am Dienstag zeigte Kennedy seine anhaltende Bereitschaft, die Impfpolitik des Bundes zu gestalten, während gleichzeitig die Nachricht auftauchte, dass seine ernannten Beamten systematisch wissenschaftliche Daten entfernt haben, die Kennedys gut dokumentierter Skepsis gegenüber Impfstoffen widersprechen. Dieser doppelte Ansatz legt nahe, dass Kennedys Einfluss auf die gesundheitspolitische Infrastruktur des Landes trotz der Versuche, seine öffentliche Haltung zu mäßigen, weiterhin erheblich und folgenreich ist.
Als Kennedy während der Anhörung vor dem Kongress befragt wurde, vermied er es bewusst, seine Unterstützung für evidenzbasierte Impfempfehlungen zu versprechen, die vom künftigen Direktor des Centers for Disease Control and Prevention kommen würden. Noch wichtiger ist, dass er es ablehnte, zu versichern, dass er sich nicht in die autonomen Entscheidungen und Leitlinien der CDC zur Impfpolitik einmischen würde. Diese kalkulierte Unklarheit hat bei Gesundheitsexperten und Kongressabgeordneten ernsthafte Bedenken hervorgerufen, die sich Sorgen um die institutionelle Unabhängigkeit der Behörde machen, die für den Schutz der amerikanischen Bevölkerung vor dem Ausbruch von Infektionskrankheiten verantwortlich ist. Kennedys unverbindliche Antworten legen nahe, dass die Möglichkeit seiner weiteren Beteiligung an den CDC-Impfstoffempfehlungen eine offene Frage bleibt.
Trumps Nominierung von Erica Schwartz als nächste CDC-Direktorin, die in der Vorwoche bekannt gegeben wurde, wurde zunächst als potenziell stabilisierende Kraft innerhalb der Gesundheitsbürokratie angesehen. Schwartz bringt umfangreiche Qualifikationen für diese Position mit, da sie während ihrer gesamten Karriere als angesehene Ärztin und erfahrene Beamtin im öffentlichen Gesundheitswesen tätig war, wobei ihr besonderer Schwerpunkt auf der Förderung der Einführung von Impfstoffen und Impfprogrammen lag. Die wissenschaftliche und öffentliche Gesundheitswelt äußerte vorsichtigen Optimismus hinsichtlich ihrer Auswahl, obwohl viele Experten gleichzeitig Vorbehalte hinsichtlich ihrer Fähigkeit äußerten, eine wissenschaftsbasierte Gesundheitspolitik umzusetzen, während sie unter Kennedys erheblichem Einfluss innerhalb der Trump-Regierung operierte.
Quelle: Ars Technica


