Das Recht auf Roaming gewinnt in England an Dynamik

Neuer Dokumentarfilm untersucht wachsende Bestrebungen für Landzugangsrechte nach schottischem Vorbild in England, wo der öffentliche Zugang derzeit auf 8 % des Landes beschränkt ist.
Ein beeindruckender neuer Dokumentarfilm lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf eines der umstrittensten Landrechtsthemen Englands: die große Ungleichheit zwischen dem öffentlichen Zugang zu Land in England im Vergleich zu Schottland. Der Film mit dem Titel „Our Land“ – eine bewusste Anspielung auf Woody Guthries legendäres Protestlied – soll eine informierte Diskussion über das Recht auf freie Bewegung entfachen, die im ganzen Land immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Derzeit hat die englische Öffentlichkeit nur Zugang zu etwa 8 % der gesamten Landfläche des Landes, eine Statistik, die in krassem Gegensatz zu den großzügigeren Zugangsrechten steht, die schottischen Bürgern im Rahmen ihrer Landzugangsgesetze zustehen. Diese restriktive Landschaft führt dazu, dass weite Teile der Berge, Wiesen, Flüsse und Wälder Englands für normale Menschen tabu bleiben, wodurch ein zweistufiges System entsteht, das viele Aktivisten für grundsätzlich ungerecht und undemokratisch halten.
Die Right-to-Roaming-Bewegung gewinnt seit Jahren an Dynamik, aber der neue Dokumentarfilm kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem sich die öffentliche Meinung zu ändern scheint. Die Dokumentarfilmer hinter „Our Land“ glauben, dass die Bedingungen jetzt reif für bedeutende Veränderungen sind, da die wachsende Wut und Frustration in der Bevölkerung über den eingeschränkten Landzugang immer schwieriger zu ignorieren ist.
Quelle: The Guardian


