Robbins offenbart Druck wegen Mandelsons Rolle als US-Botschafter

Der ehemalige Staatssekretär des Außenministeriums, Oliver Robbins, spricht über den Druck der Downing Street im Zusammenhang mit der Ernennung von Peter Mandelson zum US-Botschafter.
Oliver Robbins, der kürzlich entlassene leitende Beamte, der zuvor die Position des ständigen Sekretärs im Auswärtigen Amt innehatte, hat erhebliche Ansprüche hinsichtlich der Ernennung des prominenten Labour-Mitglieds Peter Mandelson zum prestigeträchtigen Posten des britischen Botschafters in den Vereinigten Staaten geltend gemacht. In einem offenen Bericht über seine Erfahrungen enthüllte Robbins, dass er bei der Übernahme seiner Aufgaben im Auswärtigen Amt dem, wie er es nannte, „ständigen Druck“ von Regierungsbeamten ausgesetzt war, wobei er sich insbesondere auf die Beschleunigung von Mandelsons diplomatischer Entsendung konzentrierte.
Die Ernennung eines neuen US-Botschafters stellt angesichts der wichtigen Natur der Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA auf der globalen Bühne eine der wichtigsten diplomatischen Positionen dar, die der britischen Regierung zur Verfügung stehen. Die Rolle erfordert sorgfältige Überlegungen, eine strategische Ausrichtung auf die Prioritäten der Regierung und die Einhaltung etablierter Überprüfungsverfahren, die die Eignung und Sicherheitsfreigabe von Personen sicherstellen sollen, die Großbritannien auf solch hoher Ebene vertreten. Mandelson, ein Veteran der New-Labour-Regierung und ehemaliger Vizepräsident der Europäischen Kommission, brachte beträchtliche internationale Erfahrung in die Überlegungen ein, doch seine beschleunigte Ernennung scheint interne Spannungen in der Regierung ausgelöst zu haben.
Laut Robbins‘ Darstellung ging der Druck zur Umgehung von Standardprotokollen vom Kabinettsbüro aus, das das zentrale Koordinierungsorgan der britischen Regierung darstellt und direkt der Autorität des Premierministers untersteht. Angeblich forderte das Kabinettsbüro das Auswärtige Amt dazu auf, die Ernennung Mandelsons zu ermöglichen, ohne den obligatorischen Überprüfungsprozess abzuschließen, der normalerweise mit solch hochrangigen diplomatischen Positionen einhergeht. Dieser Antrag brachte Robbins und das Auswärtige Amt in eine schwierige Lage, da sie zwischen politischen Anweisungen hochrangiger Regierungsvertreter und der institutionellen Verantwortung für die Aufrechterhaltung ordnungsgemäßer Sicherheitsprotokolle und Verfahrensintegrität gefangen waren.


