Russland will in Ungarn den Ausschlag für Orbans Wiederwahl geben

Im Vorfeld der Wahlen in Ungarn gibt es Anzeichen dafür, dass Russland daran arbeitet, Viktor Orbans Wiederwahl zu sichern und die Abstimmung in ein Referendum über einen Anschluss an die EU oder Russland zu verwandeln.
Russland verstärkt seine Bemühungen, die Wiederwahl des ungarischen Präsidenten Viktor Orban sicherzustellen, dessen langjährige Pro-Russland-Haltung ihn in Konflikt mit der Europäischen Union gebracht hat. Der Kreml scheint die bevorstehenden Wahlen in Ungarn in ein Referendum darüber zu verwandeln, ob die Wähler eine Annäherung ihres Landes an die EU oder an Russland
wünschenOrban, der seit 2010 an der Macht ist, unterhält trotz der Mitgliedschaft Ungarns in der EU und der NATO enge Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dies hat zu Spannungen mit den westlichen Verbündeten Ungarns geführt, die Orban vorgeworfen haben, von demokratischen Normen und der Rechtsstaatlichkeit abzuweichen.
Jetzt mehren sich die Anzeichen dafür, dass der Kreml aktiv daran arbeitet, Orbans Wiederwahl bei der Abstimmung am 3. April sicherzustellen. Russische Staatsmedien haben Orbans Botschaften verstärkt und seine Gegner angegriffen, während pro-russische Desinformationskampagnen die sozialen Medien in Ungarn überflutet haben.
Die Europäische Union hat ihre Besorgnis über die Einmischung des Kremls zum Ausdruck gebracht, worauf die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, gewarnt hat
Quelle: Deutsche Welle


