Schulleiter warnen davor, dass der akademische Vorstoß die Reform zum Scheitern bringen könnte

Britische Schulleiter äußern ihre Besorgnis darüber, dass die Betonung der Prüfungsergebnisse die Änderungen der Sonderpädagogikförderung und die Bemühungen der Regierung um integrative Bildung untergraben könnte.
Englands Bildungssystem steht vor einer kritischen Spannung, da Schulleiter wegen widersprüchlicher Regierungsprioritäten Alarm schlagen. Die von der Regierung angekündigten Reformen des Sonderpädagogischen Förderbedarfs und der Behinderung (SEND) könnten aufgrund der von Schulleitern als „akademische Leistung um jeden Preis“ bezeichneten Philosophie, die weiterhin die Bildungspolitik im ganzen Land dominiert, auf erhebliche Hindernisse stoßen.
Die Association of School and College Leaders, die Tausende von Bildungseinrichtungen im ganzen Land vertritt, hat formelle Antworten auf die Konsultation zu sonderpädagogischen Bedürfnissen der Regierung eingereicht und dabei einen grundlegenden Widerspruch in der politischen Richtung hervorgehoben. Schulleiter argumentieren, dass die derzeitige Betonung schulischer Leistungsmetriken und Prüfungsergebnisse in direktem Widerspruch zu den praktischen Maßnahmen steht, die erforderlich sind, um mehr Kinder mit SEND erfolgreich in allgemeine Bildungseinrichtungen zu integrieren. Diese Diskrepanz droht die Reformbemühungen zu untergraben, bevor sie sinnvolle Wirkung entfalten können.
Im Mittelpunkt dieses Streits steht die Frage, welchen Bildungssystemen Priorität eingeräumt werden sollte. Während die Regierung spezifische SEND-Bereitstellungsmaßnahmen eingeführt hat, um Regelschulen dabei zu helfen, integrativer zu werden und Kinder mit unterschiedlichen Lernbedürfnissen zu beherbergen, belohnt der breitere Rahmen der Rechenschaftspflicht Schulen weiterhin hauptsächlich auf der Grundlage schulischer Leistungsdaten. Dadurch entsteht eine perverse Anreizstruktur, bei der Schulen, die integrative Praktiken anwenden, möglicherweise einen Rückgang ihrer Leistungskennzahlen verzeichnen, was sie effektiv dafür bestraft, dass sie Schüler mit zusätzlichem Unterstützungsbedarf aufnehmen.
Schulleiter in ganz England haben ihre tiefe Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass bestehende Richtlinien, die den Erfolg fast ausschließlich anhand von Prüfungsergebnissen und standardisierten Testergebnissen messen, starke negative Anreize für Schulen schaffen, tatsächlich eine inklusive Regelbildung für Schüler mit besonderen Bedürfnissen anzunehmen. Wenn Schulfinanzierung, Reputation und Führungsverantwortung weitgehend von den akademischen Leistungszahlen bestimmt werden, stehen Schulleiter unter enormem Druck, den Schülern Vorrang einzuräumen, die mit der größten Wahrscheinlichkeit gute Prüfungsergebnisse erzielen, unabhängig von der breiteren politischen Rhetorik zum Thema Inklusion.


