Schulspeisungsreformen könnten nach hinten losgehen, warnen Caterer

Englands Plan, gesündere Schulessen einzuführen, stößt auf Widerstand von Caterern, die warnen, dass sich neue Ernährungsstandards als finanziell verheerend erweisen könnten.
Eine bedeutende Regierungsinitiative zur Verbesserung der Ernährungsstandards in englischen Schulen durch die Förderung des Verzehrs von gesünderen Schulmahlzeiten mit Linsen, Hülsenfrüchten und Bohnen hat in der Gastronomiebranche erhebliche Bedenken ausgelöst. Handelsverbände, die Anbieter von Schulmahlzeiten vertreten, haben eindringlich davor gewarnt, dass die vorgeschlagenen Änderungen weitreichende Folgen für die Rentabilität der Catering-Dienste in den Bildungseinrichtungen des Landes haben könnten.
Die in Betracht gezogenen Schulnahrungsmittelreformen würden strengere Beschränkungen für die Verfügbarkeit von Desserts vorsehen und beliebte „Grab-and-go“-Convenience-Artikel wie Pizzen und Wurstbrötchen von den Schulmenüs streichen. Während Gesundheitsbefürworter diese Änderungen als wesentliche Schritte zur Bekämpfung von Fettleibigkeit bei Kindern und zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung betrachten, argumentiert der Gastronomiesektor, dass die Umsetzung eine untragbare finanzielle Belastung für eine ohnehin fragile Branche darstellen würde, die mit steigenden Betriebskosten und Personalproblemen zu kämpfen hat.
Vertreter großer Catering-Anbieter haben Bedenken geäußert, dass die neuen Ernährungsstandards erhebliche Kapitalinvestitionen in Küchenausrüstung, Personalumschulung und Menüentwicklung erfordern würden, ohne dass die Haushaltszuweisungen von lokalen Behörden und Schulen entsprechend erhöht würden. Die Wirtschaftlichkeit der Bereitstellung frisch zubereiteter Mahlzeiten mit pflanzlichen Proteinen erweist sich als deutlich arbeitsintensiver und kostspieliger als die Aufrechterhaltung aktueller Menüangebote, die auf vorgefertigten Speisen und einfacheren Zubereitungsmethoden basieren.

