Schulen in der Türkei bekennen sich zum Ramadan und entfachen damit eine Säkularismus-Debatte

Eine neue Richtlinie fördert Ramadan-Themenveranstaltungen und Moscheebesuche in türkischen Schulen und schürt erneut Bedenken hinsichtlich der Trennung von Kirche und Staat.
In einem Schritt, der die langjährige Debatte über den Säkularismus in der Türkei neu entfacht hat, hat das Bildungsministerium des Landes eine Richtlinie erlassen, die Schulen dazu auffordert, Veranstaltungen zum Thema Ramadan zu organisieren und Moscheebesuche während des heiligen Monats zu fördern. Die Richtlinie, die sowohl Lob als auch Kritik hervorgerufen hat, hat das empfindliche Gleichgewicht zwischen Religion und Staat noch einmal deutlich in den Mittelpunkt gerückt.
Befürworter der Richtlinie argumentieren, dass sie das kulturelle Bewusstsein fördert und es Schülern ermöglicht, sich mit einem wichtigen Aspekt der türkischen Identität auseinanderzusetzen. Sie betonen, dass die Teilnahme an diesen Aktivitäten freiwillig ist und dass die Richtlinie nicht dazu dient, den Schülern religiöse Überzeugungen aufzuzwingen. Kritiker warnen jedoch davor, dass die Richtlinie übermäßigen Druck auf Schüler und ihre Familien ausübt und die säkularen Prinzipien, die dem türkischen Bildungssystem seit langem zugrunde liegen, effektiv in Frage stellt.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Deutsche Welle


