Scientology-Speed-Running-Trend löst Gegenreaktion in der Kirche aus

Junge Menschen stürmen in viralen „Speed-Run“-Razzien das Hauptquartier der Scientology-Kirche in Hollywood, was die religiöse Organisation dazu veranlasst, rechtliche Schritte in Betracht zu ziehen.
Die lebhaften Straßen des Hollywood Boulevard sind seit langem ein Synonym für Unterhaltung, Tourismus und kulturelle Sehenswürdigkeiten, die jedes Jahr Millionen von Besuchern anziehen. In den letzten Monaten hat jedoch ein eigenartiges neues Phänomen die Aufmerksamkeit von Einheimischen, Touristen und Medien gleichermaßen auf sich gezogen – eines, das die Scientology-Kirche aus Gründen, die die Organisation offensichtlich nicht begrüßt, in unerwartetes Rampenlicht gerückt hat. Was als vereinzelte Vorfälle begann, hat sich zu einem echten viralen Trend entwickelt, bei dem Clips auf Social-Media-Plattformen kursieren und für großes Online-Buzz sorgen.
Bei dem fraglichen Trend handelt es sich um Gruppen überwiegend junger Männer und heranwachsender Jungen, die an dem sogenannten Scientology-Speedrunning teilnehmen. Diese Teilnehmer stürmten systematisch das imposante internationale Hauptquartier der Scientology-Kirche, das prominent am Hollywood Boulevard liegt, und versuchten, diese „Razzien“ so schnell wie möglich abzuschließen. Die Aktivität hat Merkmale von Internet-Challenges und Speed-Running-Spielen angenommen, bei denen die Teilnehmer versuchen, Ziele in möglichst kurzer Zeit zu erreichen und ihre Erfolge dann online zu dokumentieren und zu teilen.
Videos, die diese Vorfälle darstellen, haben sich auf TikTok, Instagram, YouTube und anderen Social-Media-Plattformen verbreitet, Millionen von Aufrufen angehäuft und unzählige Nachahmungen hervorgebracht. Der virale Charakter des Inhalts hat aus vereinzelten Streichen ein weit verbreitetes Phänomen gemacht, das keine Anzeichen einer Verlangsamung zeigt. Junge Menschen aus verschiedenen Teilen der Gegend von Los Angeles und darüber hinaus sind zum Hauptquartier gereist, um sich zu beteiligen, was zu einem kontinuierlichen Strom von Einbruchsversuchen geführt hat, die die Kirche immer unerträglicher findet.
Quelle: The Guardian


