Senatoren fordern Antworten zu Festnahmen von Einwanderern am Flughafen

Gesetzgeber drängen die Trump-Regierung auf Einzelheiten zu einem Programm, das es Flughafensicherheitsbeamten ermöglicht, Passagierdaten mit Einwanderungsbeamten zu teilen, was Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre und der bürgerlichen Freiheiten aufkommen lässt.
Nach den aufsehenerregenden Vorfällen, bei denen Einwanderer auf Flughäfen im ganzen Land festgenommen wurden, bittet eine Gruppe von US-Senatoren die Trump-Regierung um Antworten auf das Datenaustauschprogramm, das diese Festnahmen ermöglicht hat.
Das Programm, das es der Transportation Security Administration (TSA) ermöglicht, Passagierinformationen mit der US-amerikanischen Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) zu teilen, existiert seit Jahren, fand jedoch wenig öffentliche Aufmerksamkeit, bis in jüngsten Videos die Inhaftierung einer Frau und ihrer Tochter festgehalten wurde am San Francisco International Airport.
Senatoren fordern Transparenz
Eine überparteiliche Gruppe von Senatoren, darunter Dick Durbin (D-IL), Kamala Harris (D-CA) und Cory Booker (D-NJ), schickten einen Brief an den amtierenden Heimatschutzminister Chad Wolf und den TSA-Administrator David Pekoske und forderten Informationen über die Vereinbarung zur Datenweitergabe und wie sie zur gezielten Ansprache von Reisenden genutzt wird.
Die Senatoren äußerten ihre Besorgnis darüber, dass die Das Informationsaustauschprogramm könnte die bürgerlichen Freiheiten untergraben und die Privatsphäre der Passagiere verletzen. Sie verlangten Einzelheiten darüber, wie viele Personen im Rahmen des Programms festgenommen wurden, nach welchen Kriterien Ziele identifiziert werden und ob Reisende darüber informiert werden, dass ihre Informationen an die Einwanderungsbehörden weitergegeben werden.
Wachsende Kontroversen über Festnahmen am Flughafen
Das Thema hat nach mehreren Vorfällen, bei denen Einwanderer auf Flughäfen oft vor anderen Passagieren festgehalten wurden, verschärfte Aufmerksamkeit erregt. Im Fall San Francisco wurde eine Frau namens Saheela Ibrahim von Einwanderungsbeamten festgenommen, als sie mit ihrer 11-jährigen Tochter durch die TSA-Sicherheitskontrolle ging.
Videos des Vorfalls gingen viral und lösten Empörung über das dem Kind zugefügte Trauma und Bedenken aus, dass das Datenaustauschprogramm missbraucht wird, um schutzbedürftige Reisende ins Visier zu nehmen.
Ähnliche Vorfälle ereigneten sich auf Flughäfen in Los Angeles, Houston und anderen Städten und führten zu bürgerlichen Freiheiten plädiert dafür, zu argumentieren, dass das Programm das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Flugverkehr untergräbt.
Fordert eine stärkere Aufsicht
Der Brief der Senatoren stellt den jüngsten Versuch des Gesetzgebers dar, mehr Transparenz und Aufsicht über die Datenaustauschvereinbarung zwischen TSA und ICE zu fordern. Einige haben die vollständige Beendigung des Programms gefordert, während andere argumentieren, dass es reformiert werden sollte, um die Rechte von Reisenden zu schützen.
Angesichts der wachsenden öffentlichen Gegenreaktion könnte die Trump-Regierung einem zunehmenden Druck ausgesetzt sein, sich mit dem umstrittenen Programm und seinen Auswirkungen auf die Flughafensicherheit und die Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen zu befassen.
Quelle: The New York Times


