Schockierende Vorwürfe: RSF-Miliz wird beschuldigt, im Sudan gezielt Behinderte anzugreifen

In einem neuen Bericht von Human Rights Watch wird behauptet, dass die Rapid Support Forces im Sudan während der Übernahme von al-Fasher im Jahr 2023 absichtlich Zivilisten mit Behinderungen angegriffen und hingerichtet haben. Es tauchen beunruhigende Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen auf.
Ein vernichtender neuer Bericht von Human Rights Watch hat schockierende Vorwürfe gegen die Miliz der Rapid Support Forces (RSF) im Sudan erhoben. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation hat die RSF während der Übernahme der Stadt al-Fasher im Jahr 2023 bewusst gezielt Zivilisten mit Behinderungen ins Visier genommen und in einigen Fällen diese hingerichtet
Der Bericht, der auf ausführlichen Interviews mit Überlebenden und Augenzeugen basiert, zeichnet ein düsteres Bild der Aktionen der RSF in al-Fasher. Behinderte Menschen wurden Berichten zufolge von den Milizkräften ausgesondert, ihnen wurde der Zugang zu medizinischer Versorgung verweigert und sie wurden in einigen Fällen kurzerhand hingerichtet. Dies stellt eine beunruhigende Eskalation der langen Geschichte der Menschenrechtsverletzungen der RSF gegen gefährdete Zivilbevölkerungen im Land dar.
Die Vorwürfe haben internationale Empörung und erneute Forderungen nach Rechenschaftspflicht ausgelöst. Menschenrechtsgruppen und die internationale Gemeinschaft fordern eine gründliche Untersuchung des Verhaltens der RSF und die sofortige Einstellung jeglicher Angriffe auf Zivilisten mit Behinderungen. Die Ergebnisse des Berichts unterstreichen die dringende Notwendigkeit eines stärkeren Schutzes und einer stärkeren Unterstützung für gefährdete Bevölkerungsgruppen in Konfliktgebieten im Sudan.
Der RSF unter der Führung von Mohamed Hamdan Dagalo wird seit langem vorgeworfen, Gräueltaten gegen Zivilisten begangen zu haben, unter anderem während der Niederschlagung prodemokratischer Demonstranten im Jahr 2019 in Khartum. Dieser jüngste Bericht ergänzt die wachsende Zahl an Beweisen für die systematische Verletzung der Menschenrechte durch die Miliz und ihre offensichtliche Missachtung internationaler Gesetze und Normen.
Während sich die politische Krise im Sudan weiter entfaltet, ist die Notlage der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen des Landes in den Fokus gerückt. Die Forderungen an die internationale Gemeinschaft, einzugreifen und die RSF zur Rechenschaft zu ziehen, werden immer dringlicher. Die Menschenrechte aller sudanesischen Bürger, einschließlich derer mit Behinderungen, müssen ungeachtet der politischen Unruhen geschützt und gewahrt bleiben.
Der Bericht von Human Rights Watch ist eine ernüchternde Erinnerung an die verheerenden Auswirkungen, die bewaffnete Konflikte auf die am stärksten ausgegrenzten Mitglieder der Gesellschaft haben können. Während sich die Welt mit dieser jüngsten Enthüllung der mutmaßlichen Gräueltaten der RSF auseinandersetzt, war die Notwendigkeit sofortigen Handelns und einer dauerhaften Lösung für die Krise im Sudan noch nie so dringend.
Quelle: Deutsche Welle


