Sioux Nation bekämpft Graphitabbauprojekt in der Nähe einer heiligen Stätte

Neun Stammesgruppen stellen sich gegen ein Erkundungsbohrprojekt, das die Pe'Sla-Zeremonienstätte in den Black Hills in South Dakota bedroht, und spiegeln damit den Widerstand von Standing Rock wider.
Fast ein Jahrzehnt nachdem die Standing Rock-Proteste gegen die Dakota Access-Pipeline weltweite Aufmerksamkeit erregten und zu einem entscheidenden Moment in den zeitgenössischen indigenen Widerstandsbewegungen wurden, kommt es in der Black Hills-Region von South Dakota zu neuen Konflikten um Stammesrechte und den Schutz heiligen Landes. Die Echos dieses transformativen Kampfes hallen weiterhin in den Gemeinschaften der amerikanischen Ureinwohner wider, da neue Bedrohungen für angestammte Gebiete und Zeremonienstätten die seit langem bestehenden Spannungen zwischen Stammessouveränität und Unternehmensentwicklungsinteressen neu entfachen.
Neun Organisationen, die verschiedene Zweige der Sioux-Nation vertreten, haben sich in einer koordinierten rechtlichen Klage gegen das zusammengeschlossen, was ihrer Meinung nach einen Eingriff in ihre heiligen Traditionen und ihre territoriale Integrität darstellt. Die Gruppen zielen speziell auf ein exploratives Graphitbohrprojekt ab, das auf bundesweit verwaltetem Staatswaldgebiet durchgeführt wird, und argumentieren, dass das Bergbauunternehmen erhebliche Risiken für Pe'Sla birgt, einen Standort von tiefgreifender spiritueller und kultureller Bedeutung, der in mehreren Sioux-Stammesnationen anerkannt ist. Pe'Sla, auch Reynolds Prairie genannt, umfasst Bergwiesen, die Generationen von Sioux als heiliger Treffpunkt und Zeremonienzentrum gedient haben.
Die Klage gegen das Graphitabbauprojekt ist mehr als ein einfacher Umweltstreit. Es verkörpert einen umfassenderen Kampf darüber, wie Stammesnationen angesichts der Rohstoffindustrie, die in der Vergangenheit die Gebiete der amerikanischen Ureinwohner ausgebeutet hat, Souveränität und Landschutz ausüben. In der Klage, die von einer Umweltorganisation in Zusammenarbeit mit einer Interessenvertretung der amerikanischen Ureinwohner eingereicht wurde, wird der US Forest Service als Beklagter benannt und stellt die Verantwortung und Aufsichtspflichten der Behörde in Bezug auf die umstrittene Bohroperation in Frage.


