Die rechtliche Abrechnung der sozialen Medien: Gewinne für die Kindersicherheit oder Verluste für alle?

Zwei US-Jurygerichte haben Meta für Schadensersatz in Höhe von Hunderten Millionen für die Schädigung von Minderjährigen auf seinen Plattformen verurteilt. Ist dies ein Sieg für den Kinderschutz oder ein besorgniserregender Präzedenzfall?
Social-Media-Plattformen stehen seit langem in der Kritik wegen der negativen Auswirkungen, die sie auf junge Nutzer haben können, doch zwei aktuelle Rechtsstreitigkeiten könnten einen Wendepunkt bedeuten. In zwei aufsehenerregenden Fällen haben Geschworene in New Mexico und Los Angeles Meta (die Muttergesellschaft von Facebook und Instagram) für insgesamt Hunderte Millionen Schadensersatz wegen angeblicher Schädigung Minderjähriger haftbar gemacht.
Die Urteile kommen überraschend, da Social-Media-Plattformen in der Regel gemäß Abschnitt 230 des Communications Decency Act und dem Ersten Verfassungszusatz von der Haftung für benutzergenerierte Inhalte ausgeschlossen sind. Allerdings stellten die Jurys in diesen Fällen fest, dass die Designentscheidungen und algorithmischen Empfehlungen von Meta zu psychischen Problemen, Essstörungen und sogar Selbstmorden bei jungen Nutzern beitrugen.
Quelle: The Verge


