Somalia: Frau wegen Protestes wegen Folter inhaftiert

Eine 27-jährige Rikschafahrerin, die wegen friedlichen Protests in Somalia inhaftiert war, behauptet, sie sei während ihrer Haft von Wachen ausgezogen, geschlagen und gefoltert worden.
Eine in einem somalischen Gefängnis inhaftierte Frau hat nach ihrer Festnahme wegen der Teilnahme an friedlichen Demonstrationen gegen die Regierungspolitik erschütternde Berichte über Misshandlungen und Folter vorgebracht. Sadia Moalim Ali, eine 27-jährige Rikschafahrerin, hat hinter den Gefängnismauern ihr Schweigen gebrochen und enthüllt, wie brutal sie von ihren Entführern angeblich behandelt wurde. Ihre Aussage ist ein deutliches Beispiel für die Menschenrechtsbedenken von Aktivisten und einfachen Bürgern in Somalia, die es wagen, die staatliche Autorität durch rechtmäßige Meinungsverschiedenheiten herauszufordern.
In einem exklusiven und offenen Interview, das von ihrem Haftort aus geführt wurde, enthüllte Ali die schockierenden Details ihres Leidenswegs nach ihrer Verhaftung wegen Beteiligung an friedlichen Protestaktivitäten. Die von ihr vorgelegten Berichte zeichnen ein beunruhigendes Bild systematischen Missbrauchs und Misshandlungen im somalischen Gefängnissystem. Ihre Bereitschaft, sich trotz ihrer prekären Situation zu äußern, unterstreicht die Schwere ihrer Erfahrungen und die Risiken, denen diejenigen ausgesetzt sind, die versuchen, ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit auszuüben.
Laut Alis Aussage wurde sie während ihrer Haft von zwei männlichen Wärtern schwer körperlich misshandelt. Sie beschrieb, dass ihr in einem mit Überwachungskameras ausgestatteten Raum gewaltsam die Kleidung ausgezogen wurde, eine Tat, die eine schwere Verletzung ihrer Würde und ihrer Menschenrechte darstellt. Über die Demütigung dieses Verstoßes hinaus berichtete Ali, dass sie von den Personen, die für ihre Aufsicht verantwortlich waren, gewaltsam angegriffen, unter anderem wiederholt getreten und mit Schlagstöcken geschlagen wurde.
Quelle: The Guardian


