Südafrikanische Stadt wegen Namensänderung in rassistische Spannungen verwickelt

Die Debatte über die Umbenennung von Graaff-Reinet zu Ehren des Anti-Apartheid-Aktivisten Robert Sobukwe hat die Bewohner gespalten und Petitionen, Proteste und rechtliche Schritte ausgelöst.
In einer einst ruhigen südafrikanischen Stadt ist eine hitzige Debatte über die Änderung ihres aus der Kolonialzeit stammenden Namens Graaff-Reinet entbrannt, um das Vermächtnis des Anti-Apartheid-Aktivisten Robert Sobukwe zu würdigen. Die Entscheidung des Sport-, Kunst- und Kulturministers des Landes, Gayton McKenzie, der Namensänderung am 6. Februar zuzustimmen, hat rassistische Spannungen angeheizt und die Einwohner der Stadt gespalten.
Es wurden Petitionen unterzeichnet, rivalisierende Märsche abgehalten und als Reaktion auf die vorgeschlagene Namensänderung ein formeller Beschwerdebrief an den Minister geschickt. In der Debatte stehen diejenigen, die darin eine längst überfällige Anerkennung der entscheidenden Rolle Sobukwes im Kampf gegen die Apartheid sehen, gegen diejenigen, die darin eine Auslöschung der Identität der Stadt aus der Kolonialzeit sehen.
Quelle: The Guardian


