Spanien weist Trumps Drohungen wegen NATO und Handelsstreit zurück

Der spanische Premierminister reagiert auf Trumps außerordentliche Drohungen, den Handel zu drosseln, weil Spanien sich geweigert hat, die Nutzung von Militärstützpunkten für Angriffe auf den Iran zuzulassen, und verweist dabei auf die Handelspolitik der EU.
Spaniens Premierminister Pedro Sánchez wird in Kürze in Madrid eine Erklärung abgeben, in der er auf Donald Trumps Drohungen reagiert, den gesamten Handel mit Spanien abzubrechen, weil das Land sich weigert, zwei gemeinsam betriebene Stützpunkte auf seinem Territorium für die laufenden Angriffe der USA gegen den Iran zu nutzen.
Sánchez wird voraussichtlich betonen, dass es derzeit nicht möglich sei, Handelsvergeltungsmaßnahmen oder einen getrennten Handel einzuführen Beziehungen, da die Handelsverhandlungen jedes EU-Mitgliedstaats in der Verantwortung der Europäischen Kommission und nicht einzelner Länder liegen. Er wird auch anmerken, dass diese Situation sehr ähnlich zu Trumps jüngsten Drohungen in Bezug auf Grönland ist, die eine sofortige Reaktion von Spaniens EU-Partnern und der Europäischen Kommission auslösten.
Sánchez wird wahrscheinlich argumentieren, dass Trumps destabilisierende und Spannung erzeugende Art der Kommunikation über Handels- und Außenpolitik besorgniserregend ist und dass Spanien seiner Verantwortung als Mitglied der Europäischen Union weiterhin treu bleibt.
Der Streit dreht sich um die Weigerung Spaniens, die Nutzung zweier Militärstützpunkte, die es gemeinsam mit den USA betreibt, für Angriffe gegen den Iran zuzulassen. Trump hatte Spanien mit der Verhängung schwerer Handelsstrafen gedroht, sollte das Land den US-Aufforderungen nicht nachkommen. Sánchez wird jedoch betonen, dass die EU-Handelspolitik einzelne Mitgliedstaaten daran hindert, separate Handelsabkommen oder Vergeltungsmaßnahmen abzuschließen.
Diese jüngste Konfrontation ist nur die jüngste in einer Reihe von Spannungen zwischen der Trump-Regierung und ihren europäischen Verbündeten über Themen, die vom Handel über Verteidigungsausgaben bis hin zur Außenpolitik reichen. Sánchez‘ Erklärung zielt darauf ab, Spaniens Engagement für die Europäische Union zu bekräftigen und sich gegen Trumps einseitiges Vorgehen zur Wehr zu setzen.
Die Folge beleuchtet die Herausforderungen, vor denen das transatlantische Bündnis steht, während die USA und ihre europäischen Partner mit unterschiedlichen Prioritäten und Trumps disruptiver Verhandlungstaktik zu kämpfen haben. Sánchez wird wahrscheinlich eine Rückkehr zu einem konstruktiveren Dialog und einer konstruktiveren Zusammenarbeit fordern, um diese Streitigkeiten beizulegen.
Quelle: The Guardian


