Spärliche Beweise für Cannabis in der Behandlung psychischer Erkrankungen

Eine umfassende Analyse zeigt eine große Forschungslücke beim Einsatz von Cannabis bei psychischen Erkrankungen, trotz weit verbreitetem Privatkonsum.
Eine bahnbrechende neue Studie stellt die bisher umfangreichste Anstrengung dar, qualitativ hochwertige klinische Studien zum Einsatz von Cannabis bei psychischen Erkrankungen systematisch zu untersuchen. Die Ergebnisse zeichnen ein ernüchterndes Bild – die wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit von Cannabis bei der Behandlung psychischer Probleme sind erschreckend spärlich.
Die in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift JAMA Psychiatry veröffentlichte Analyse untersuchte über 83 Studien mit mehr als 3.000 Teilnehmern. Forscher durchsuchten die Daten nach zuverlässigen Beweisen für die Verwendung von Cannabis oder Cannabinoiden – den in der Pflanze enthaltenen Wirkstoffen – zur Behandlung verschiedener psychischer Erkrankungen, darunter Depression, Angstzustände, posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS).
Trotz des weit verbreiteten persönlichen Konsums von Cannabis zur Selbstmedikation bei psychischen Problemen stellten die Forscher fest, dass die wissenschaftlichen Beweise völlig unzureichend sind.
Quelle: NPR


