CEO von Starbucks Korea wegen Kontroverse um Tank-Day-Werbung entlassen

Der CEO von Starbucks Südkorea verliert seinen Job, nachdem die Tank-Day-Kampagne Empörung über unsensible Botschaften im Zusammenhang mit dem demokratiefreundlichen Massaker ausgelöst hat.
Der Vorstandsvorsitzende von Starbucks Südkorea wurde entlassen, nachdem heftige Gegenreaktionen wegen einer Werbekampagne ausgelöst wurden, die unbeabsichtigt – oder vielleicht absichtlich – auf einen der traumatischsten Momente in der Geschichte des Landes Bezug nahm. Die am 18. Mai ins Leben gerufene Veranstaltung „Tank Day“ wurde weithin als böswilliger Spott eines tödlichen militärischen Vorgehens gegen demokratiefreundliche Demonstranten während der autoritären Ära Südkoreas verurteilt und löste im ganzen Land große Empörung und Aufrufe zu Verbraucherboykotten aus.
Der multinationale Kaffeeriese initiierte die „Tank Day“-Kampagne, um für seine beliebte Tank-Becherserie zu werben, eine Entscheidung, die sich hinsichtlich des Timings und der Botschaft als katastrophal unpassend erweisen würde. Der Starttermin am 18. Mai ist weit mehr als nur eine zufällige Marketingmöglichkeit im südkoreanischen Kulturkalender – er markiert den Jahrestag des Gwangju-Aufstands von 1980, eines der entscheidendsten und tragischsten Ereignisse in der modernen Geschichte des Landes. Die etwa 167 Meilen südwestlich von Seoul gelegene Stadt Gwangju wurde zum Epizentrum einer Demokratiebewegung, die von Militärkräften brutal unterdrückt wurde, was zu erheblichen Verlusten an Menschenleben und bleibenden Narben im nationalen Bewusstsein führte.
Der Gwangju-Aufstand ist ein entscheidender Moment, als normale Bürger und Studenten auf die Straße gingen und demokratische Freiheiten und ein Ende der autoritären Herrschaft forderten. Die militärische Reaktion war schnell und verheerend. Panzer und Streitkräfte wurden eingesetzt, um die Bewegung mit tödlicher Gewalt zu unterdrücken. Jahrzehnte später ehren Südkoreaner weiterhin diejenigen, die im Kampf für die Demokratie gestorben sind, und machen den 18. Mai zu einem feierlichen Tag des Gedenkens und der Besinnung im ganzen Land. Jedes kommerzielle Unternehmen, das diese Tragödie verharmlost oder verharmlost, riskiert schwere Reputationsschäden und Gegenreaktionen der Verbraucher.


