Suche nach Starmer-Adjutantenrolle im Auswärtigen Amt aufgedeckt

Der ehemalige Beamte Olly Robbins sagt aus, dass Downing Street das Auswärtige Amt gedrängt habe, eine leitende diplomatische Position für den Kommunikationschef des Premierministers, Matthew Doyle, zu finden.
In einer bedeutenden Enthüllung während der Zeugenaussage vor dem Parlament gab Olly Robbins, der ehemalige leitende Beamte des Auswärtigen Amtes, bekannt, dass Downing Street direkte Anträge gestellt habe, Keir Starmers damaligen Kommunikationschef in eine leitende diplomatische Position zu berufen. Die Enthüllung erfolgte während einer Aussage vor Abgeordneten im Sonderausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Parlaments und wirft Licht auf das, was Kritiker für ein besorgniserregendes Muster politischer Ernennungen innerhalb des diplomatischen Dienstes halten.
Robbins gab bekannt, dass er mehrere Gespräche mit Nummer 10 über die Sicherung einer Rolle für Matthew Doyle geführt hatte, der als leitender Kommunikationsberater des Premierministers fungierte. Diese Diskussionen stellten einen ungewöhnlichen Eingriff des Büros des Premierministers in die traditionellen Prozesse des Auswärtigen Amtes dar, das seit langem stolz auf die Wahrung der Unabhängigkeit des öffentlichen Dienstes und leistungsorientierter Ernennungen ist. Die Bereitschaft des ehemaligen Beamten, diese Gespräche öffentlich zu diskutieren, unterstreicht die Bedeutung der Angelegenheit und wirft umfassendere Fragen zum politischen Einfluss bei diplomatischen Ernennungen auf.
Matthew Doyles beruflicher Werdegang nahm eine dramatische Wendung, als er nach Enthüllungen Anfang 2026 als Labour-Kollege suspendiert wurde. Die Suspendierung erfolgte, nachdem öffentlich bekannt wurde, dass Doyle eine enge persönliche Freundschaft mit einer Person gepflegt und ihr Unterstützung angeboten hatte, die im Zusammenhang mit dem Besitz unanständiger Bilder von Kindern angeklagt wurde. Diese Entwicklung warf einen Schatten auf die zuvor geführten Diskussionen über seinen diplomatischen Einsatz.


