Starmer trotzt Warnungen und ernennt Mandelson zum US-Botschafter

Neu veröffentlichte Akten zeigen, dass Starmer Warnungen vor Reputationsrisiken ignorierte und Mandelson trotz Verbindungen zu Epstein eine Sicherheitsfreigabe auf hoher Ebene erteilte.
Keir Starmer, der Vorsitzende der Labour-Partei, wurde wegen seiner Entscheidung, Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den Vereinigten Staaten zu ernennen, einer intensiven Prüfung unterzogen. Neu veröffentlichte Dokumente zeigen, dass Starmer mit der Ernennung dieser kontroversen Ernennung Beamte überstimmte, die vor einem potenziellen „Reputationsrisiko“ gewarnt hatten.
Aus den Akten geht hervor, dass Mandelson streng vertrauliche Briefings angeboten wurden, bevor der formelle Überprüfungsprozess überhaupt abgeschlossen war. Dies warf neue Fragen zu den Überprüfungsverfahren auf höchster Ebene der britischen Regierung auf. {{IMAGE_PLACEHOLDER}} Starmer wurde außerdem gewarnt, dass Mandelson auch nach Epsteins erster Verurteilung im Jahr 2008 weiterhin mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Kontakt stehe.
Trotz dieser Bedenken soll Starmers ehemaliger Kommunikationschef Matthew Doyle, der mit Mandelson befreundet ist, den Labour-Chef über die Art von Mandelsons Beziehung beruhigt haben Epstein. Doyle behauptete, mit Mandelsons Erklärung der Freundschaft „zufrieden“ zu sein.
Aus den Dokumenten geht auch hervor, dass Mandelson das Auswärtige Amt zunächst gebeten hatte, ihm mehr als 500.000 Pfund als Abfindung zu zahlen, ihm aber letztendlich 75.000 Pfund angeboten wurden. Dies schürte die Bedenken hinsichtlich der Optik der Ernennung zusätzlich. {{IMAGE_PLACEHOLDER}}
Den Akten zufolge sagte ein hochrangiger Beamter, Powell, bei einer Untersuchung, dass seiner Meinung nach die Ernennung „seltsam überstürzt“ erfolgte, was darauf hindeutet, dass der Entscheidungsprozess möglicherweise übermäßig beschleunigt wurde.
Die Enthüllungen in diesen neu veröffentlichten Dokumenten werden zweifellos neue Fragen zu Starmers Urteil und den auf den höchsten Ebenen der britischen Regierung geltenden Überprüfungsverfahren aufwerfen. Als Vorsitzender der Labour-Partei muss sich Starmer mit diesen Bedenken auseinandersetzen und eine ausführliche Begründung für seine Entscheidung liefern, Mandelson trotz der offensichtlichen Risiken und Warnungen zu ernennen.
Quelle: The Guardian


