Die Schweizer Wähler lehnen Bestrebungen, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkfinanzierungen zu kürzen, mit überwältigender Mehrheit ab

In einer entscheidenden Abstimmung lehnten über 60 % der Schweizer Wähler einen rechten Vorschlag ab, die Rundfunkgebühr, mit der das öffentliche Mediennetzwerk des Landes finanziert wird, drastisch zu senken.
In einem großen Sieg für Befürworter öffentlich-rechtlicher Medien haben die Schweizer Wähler mit überwältigender Mehrheit einen rechten Vorschlag abgelehnt, die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks des Landes drastisch zu kürzen. Ersten Hochrechnungen zufolge haben mehr als 60 % der Wähler ihre Stimme abgegeben, um die derzeitige Höhe der Rundfunkgebühren beizubehalten, die zur Finanzierung der Schweizerischen Rundfunkgesellschaft (SRG SSR) beitragen.
Das von der rechten Schweizerischen Volkspartei (SVP) vorangetriebene Referendum zielte darauf ab, die Rundfunkgebühr um über 30% von 365 Schweizer Franken (391 US-Dollar) pro Haushalt jährlich auf 200 Franken zu senken. Befürworter der Maßnahme argumentierten, dass der öffentlich-rechtliche Sender aufgebläht und voreingenommen sei und dass eine Reduzierung seiner Finanzierung den Schweizer Steuerzahlern Geld sparen würde.
Die überwiegende Mehrheit der Schweizer Bürger lehnte diesen Vorschlag jedoch ab, und die Verteidiger der SRG SSR warnten, dass eine derart drastische Budgetkürzung das öffentliche Mediennetzwerk lahm legen und seine Fähigkeit untergraben würde, seinen Auftrag zu erfüllen, qualitativ hochwertigen, unabhängigen Journalismus in den verschiedenen Sprachregionen des Landes bereitzustellen.
Quelle: BBC News


