Tarantino greift Arquette wegen N-Wort-Kritik an „Pulp Fiction“ zurück

Der Regisseur verteidigt seine Verwendung rassistischer Beleidigungen in Filmen und beklagt nach Pulp-Fiction-Kommentaren „Mangel an Klasse“ der Schauspielerin.
Quentin Tarantino hat heftig auf Rosanna Arquettes Kritik an der häufigen Verwendung des N-Worts in seinen Filmen reagiert, darunter auch im Kultklassiker Pulp Fiction. In einer Erklärung gegenüber verschiedenen Veröffentlichungen warf der Regisseur Arquette, die in dem Film von 1994 auftrat, vor, einen „deutlichen Mangel an Klasse“ an den Tag gelegt und ihn respektlos behandelt zu haben, nachdem „[er] Ihnen einen Job gegeben und Sie das Geld genommen haben, um ihn zu zerstören.“
Arquette hatte sich kürzlich gegen Tarantinos häufige Verwendung der rassistischen Verunglimpfung ausgesprochen und gesagt, sie fände dies zutiefst beunruhigend. Tarantino gab zurück und deutete an, dass Arquettes Äußerungen „sehr zynischen Gründen“ zugrunde lagen und dass sie nur auf der Suche nach Publicity war. Er betonte, dass er sich deutlich daran erinnere, dass Arquette damals „begeistert“ war, Teil von Pulp Fiction zu sein.

Über die spezifische Debatte über das N-Wort hinaus berührt dieser Vorfall auch umfassendere Fragen zur Beziehung zwischen Künstlern und Künstlern, die ihre Visionen zum Leben erwecken. Inwieweit sollten Schauspieler den kreativen Entscheidungen der Regisseure verpflichtet sein, auch wenn sie später Bedenken haben? Und wie kann die Unterhaltungsindustrie mit sich entwickelnden gesellschaftlichen Sitten und Empfindlichkeiten umgehen, ohne den künstlerischen Ausdruck zu beeinträchtigen?
Das sind komplexe Fragen ohne einfache Antworten, aber Tarantinos eindringliche Erwiderung an Arquette macht deutlich, dass er seinem kontroversen Ansatz treu bleibt, ungeachtet jeglicher Kritik, mit der er konfrontiert wird.


