Der unerwartete Ursprung der Augen von Wirbeltieren: Vom Zyklopen zum binokularen Sehen

Forscher entdecken eine überraschende evolutionäre Reise hinter der Entwicklung der Augen von Wirbeltieren und werfen ein neues Licht auf ihre besonderen Merkmale im Vergleich zu anderen Tieren.
In einer bahnbrechenden neuen wissenschaftlichen Synthese haben Forscher der University of Sussex (Großbritannien) und der Universität Lund (Schweden) eine faszinierende Theorie über den unerwarteten Ursprung der Augen von Wirbeltieren vorgeschlagen. Ihren Erkenntnissen zufolge stammen unsere Augen möglicherweise nicht, wie bisher angenommen, direkt von den Augenpaaren früher bilateraler Tiere ab. Stattdessen schlagen sie vor, dass die Augen von Wirbeltieren aus einem einzigen lichtempfindlichen Organ neu erfunden wurden, das einen evolutionären Umweg überstanden hat.
Der Hauptunterschied zwischen den Augen von Wirbeltieren und denen anderer Tiergruppen wie Arthropoden und Kopffüßer liegt in der Identität des Hauptfotorezeptors. Die Augen von Wirbeltieren nutzen ziliäre Photorezeptoren, während andere Tiere auf rhabdomerische Photorezeptoren angewiesen sind. Diese grundlegende Unterscheidung weist auf einen unterschiedlichen Evolutionspfad für das visuelle System der Wirbeltiere hin.
Quelle: Ars Technica


