Timmy der Wal tot aufgefunden: Rettungsaktion endet in einer Tragödie

Dänische Behörden bestätigen den Tod des Buckelwals Timmy nach einem umstrittenen Rettungsversuch. Experten kritisieren die Handhabung.
Als tragischer Abschluss einer wochenlangen Rettungssaga haben dänische Behörden offiziell den Tod von Timmy bestätigt, einem Buckelwal, der nach seiner Strandung internationale Aufmerksamkeit erregte. Die Bestätigung kam am Samstag und markierte das Ende dessen, was viele Meeresexperten als zutiefst fehlerhafte und kontroverse Interventionsbemühungen bezeichnet haben. Die Entdeckung des verstorbenen Wals in der Nähe der kleinen Insel Anholt im Kattegat – der breiten Meerenge, die Dänemark von Schweden trennt – hat die hitzige Debatte über Walrettungsprotokolle und die Entscheidungsprozesse, die solche Einsätze leiten, neu entfacht.
Der Buckelwal war am Freitagmorgen tot aufgefunden worden, etwa zwei Wochen nachdem die dänischen Behörden eine ehrgeizige, aber vielfach kritisierte Rettungstransportaktion eingeleitet hatten, bei der das Tier in die Nordsee umgesiedelt wurde. Der zeitliche Ablauf der Ereignisse offenbart eine zunehmende Besorgnis unter Meeresbiologen und Tierschützern, die sich fragten, ob der Rettungsversuch selbst zum Untergang des Wals beigetragen haben könnte. Erste Berichte über die Entdeckung wurden sofort an die dänische Umweltschutzbehörde weitergeleitet, die das ganze Wochenende über Identifizierungsverfahren durchführte, um die Identität des verstorbenen Wals zu bestätigen.
Dänemarks Umweltschutzbehörde bestätigte am Samstag, dass es sich bei dem in der Nähe von Anholt entdeckten verstorbenen Wal tatsächlich um Timmy handelte, was den Abschluss brachte – wenn auch nicht die positive Lösung, die sich Naturschützer und die Öffentlichkeit erhofft hatten. Der Identifizierungsprozess umfasste die Untersuchung charakteristischer körperlicher Merkmale und anderer für Timmy spezifischer Identifizierungsmerkmale. Die Bekanntgabe der Bestätigung führte zu sofortigen Forderungen von Meeresexperten nach einer umfassenden Obduktion, um die genaue Todesursache zu ermitteln und festzustellen, ob die Rettungsaktion irgendeine Rolle für den Ausgang gespielt hat.
Quelle: The Guardian


