Handelsgericht blockiert Trumps globalen 10-Prozent-Zollplan

Der US-Gerichtshof für Internationalen Handel entscheidet gegen Trumps pauschale Zölle und stellt sich in einer wegweisenden Entscheidung auf die Seite der Herausforderer kleiner Unternehmen.
Der US-Gerichtshof für internationalen Handel hat der aggressiven handelspolitischen Agenda der Trump-Regierung einen schweren Schlag versetzt, indem er die Einführung von 10 % globalen Zöllen abgelehnt hat, die einheitlich für den gesamten internationalen Handel gelten sollten. Das Gericht entschied am Donnerstag, dass der breit angelegte Zollansatz keine ausreichende rechtliche Begründung im Rahmen des Trade Expansion Act von 1962 habe, einem grundlegenden Gesetz, das seit Jahrzehnten die amerikanische Handelspolitik regelt. Dieses Urteil stellt einen entscheidenden Sieg für Befürworter kleiner Unternehmen dar, die das Tarifsystem seit seiner Ankündigung hartnäckig angefochten haben.
Das Gericht entschied mit 2:1 zugunsten der Kleinunternehmenskläger, die Klage gegen die Tarife eingereicht hatten, die am 24. Februar dieses Jahres offiziell in Kraft traten. Die Mehrheitsmeinung kam zu dem Schluss, dass die allgemeine Einführung von Zöllen den Rahmen der präsidialen Befugnisse gemäß dem Trade Expansion Act überschreitet, der spezifische Erkenntnisse über die Auswirkungen auf die nationale Sicherheit erfordert, bevor solch umfassende Handelsmaßnahmen eingeführt werden können. Dieser rechtliche Rahmen war Gegenstand intensiver Debatten, als die Regierung versuchte, die Exekutivbefugnisse in Handelsangelegenheiten auszuweiten.
Einer der drei Richter gab eine abweichende Meinung ab und argumentierte, dass es in diesem Stadium des Gerichtsverfahrens verfrüht sei, den Klägern der Kleinunternehmen den Sieg zuzugestehen. Die Sichtweise dieses Richters legte nahe, dass der Fall einer weiteren Prüfung bedarf, bevor eine endgültige Entscheidung über die Gültigkeit der Tarife getroffen wird. Der Dissens unterstreicht die Komplexität und den umstrittenen Charakter der rechtlichen Argumente rund um die Zollbefugnis der Regierung im Rahmen der bestehenden Handelsgesetzgebung.
Quelle: The Guardian


