Bahnbrechender iranischer Fußballspieler findet Zuflucht in Down Under

Während die iranische Frauenfußballmannschaft mit Gegenreaktionen zu kämpfen hat, findet eine Spielerin Trost beim Training mit einer australischen Mannschaft und schwört, dass trotz der Herausforderungen „alles gut werden wird“.
Die iranische Fußballspielerin Afsaneh Chatrenoor hat ein vorübergehendes Zuhause bei einer australischen Fußballmannschaft gefunden, nachdem sie in ihrem Heimatland mit Rückschlägen zu kämpfen hatte. Chatrenoor und mehreren ihrer Teamkolleginnen wurden australische Visa erteilt, nachdem sie befürchteten, dass ihr Engagement in der iranischen Frauen-Nationalmannschaft mit Konsequenzen rechnen müsste.
Chatrenoor, die seit 2016 für die iranische Nationalmannschaft spielt, äußerte ihren Optimismus hinsichtlich der Situation und sagte Reportern: „Alles wird gut.“ Die talentierte Mittelfeldspielerin hat mit dem Melbourne Victory-Team trainiert, einem Profiverein im australischen A-League-Frauenwettbewerb.
Die Entscheidung, den iranischen Spielern Visa zu erteilen, fiel, nachdem Bedenken hinsichtlich der möglichen Konsequenzen geäußert wurden, die ihnen bei der Rückkehr in ihr Heimatland drohen könnten. Die strengen Gesetze und Vorschriften Iran bezüglich der Teilnahme von Frauen am Sport, insbesondere in der Öffentlichkeit, sorgen seit langem für Kontroversen und Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft.
„Wir sind der australischen Regierung dankbar, dass sie diesen Spielerinnen einen sicheren Hafen geboten hat“, sagte Maryam Irandoost, die Cheftrainerin der iranischen Frauen-Nationalmannschaft. „Diese Gelegenheit wird es ihnen ermöglichen, ihre Karriere fortzusetzen und ihre Träume zu verwirklichen, ohne Angst vor Vergeltung zu haben.“
Die iranische Frauen-Nationalmannschaft sah sich in den letzten Jahren zahlreichen Herausforderungen gegenüber, darunter dem im Jahr 2019 verhängten Verbot für Frauen, an Fußballspielen der Männer im Land teilzunehmen. Dieser jüngste Vorfall ist nur das jüngste Beispiel für die Schwierigkeiten, mit denen Sportlerinnen im Iran konfrontiert sind, wenn sie ihre sportlichen Ambitionen verfolgen.
Trotz der Schwierigkeiten bleibt Chatrenoor hoffnungsvoll für die Zukunft des Frauenfußballs im Iran. „Wir sind Kämpfer“, sagte sie. „Wir werden weiterhin auf Veränderungen drängen und der Welt zeigen, dass iranische Frauen im Sport genauso hervorragende Leistungen erbringen können wie ihre männlichen Kollegen.“
Während Chatrenoor und ihre Teamkollegen mit der Melbourne Victory trainieren, wird die internationale Gemeinschaft zusehen, wie sich diese Geschichte entwickelt. Die iranische Frauen-Nationalmannschaft musste sich zahlreichen Hindernissen stellen, doch ihre Entschlossenheit und Widerstandsfähigkeit inspirieren weiterhin Sportler und Fans auf der ganzen Welt.
Quelle: BBC News


