LKW-Krise: Wie das Vorgehen der ICE gegen Einwandererfahrer die Wirtschaft lähmt

Tausenden im Ausland geborenen Lkw-Fahrern droht die Abschiebung, was den Arbeitskräftemangel verschärft und lebenswichtige Lieferketten unterbricht. Dieser exklusive Bericht untersucht die menschlichen Auswirkungen des ICE-Durchgreifens.
Lkw-Transporte sind seit langem das Lebenselixier der amerikanischen Wirtschaft, wobei eingewanderte Fahrer eine entscheidende Rolle dabei spielen, Waren und Vorräte im ganzen Land zu transportieren. Doch ein kürzliches Vorgehen der Einwanderungs- und Zollbehörde (Immigration and Customs Enforcement, ICE) droht diesen wichtigen Wirtschaftszweig nun lahmzulegen, da Tausende im Ausland geborene Lkw-Fahrer von der Straße gedrängt werden, weil sie die Anforderungen an die Englischkenntnisse nicht erfüllen.
Nach seinem Umzug nach Ohio im Jahr 2013 gründete Ibragim Chakhalidzes Vater eine Spedition nur wenige Meilen von zwei der wichtigsten Straßengüterverkehrsadern des Landes entfernt – der I-70 und der I-75 – treffen. Chakhalidze, ein ehemaliger Landwirt, der über ein staatliches Flüchtlingsprogramm aus dem Südosten Russlands in die USA gekommen war, sagt, dass seiner Familie und der gesamten Ahiska-Türken-Gemeinschaft seit Jahrzehnten der Transport von Lastkraftwagen im Blut liege.


