Trump-Administrator blockiert Wissenschaftsfinanzierung trotz Restaurierung

Wissenschaftler berichten von neuen Taktiken, die verhindern, dass Forschungsstipendien des Bundes in die Labore gelangen. Experten warnen vor langfristigen Schäden für Innovation und wissenschaftlichen Fortschritt.
Trotz jüngster Ankündigungen, dass Bundesforschungsstipendien wiederhergestellt wurden, schlagen Wissenschaftler im ganzen Land Alarm wegen neuer Hindernisse, die verhindern, dass die Mittel tatsächlich ihre Labore erreichen. Die Situation hat zu einem besorgniserregenden Paradox geführt, dass Geld technisch zwar verfügbar, aber praktisch unzugänglich ist, sodass Forscher sich schwer tun, die Auswirkungen auf ihre laufenden Projekte und künftigen Innovationen zu verstehen.
Der Harvard-Professor Sean Eddy, ein bekannter Computerbiologe, ist zu einem der sichtbarsten Gesichter dieser Krise geworden, nachdem ihm die Trump-Regierung letztes Jahr seine Bundesfinanzierung gekündigt hat. Eddy charakterisiert den Verlust als „einen 10-Jahres-Schlag für ein Labor“ und betont nicht nur die unmittelbaren finanziellen Auswirkungen, sondern auch die langfristigen Folgen für sein Forschungsteam und den wissenschaftlichen Fortschritt. Die Kündigung hat schwierige Entscheidungen über Personal, Ausrüstungskäufe und den Verlauf wichtiger Forschungsinitiativen erzwungen, die bereits im Gange waren.
Die Mechanismen, die zur Blockierung des Finanzierungsflusses eingesetzt werden, stellen eine besorgniserregende Abkehr von traditionellen Haushaltsstreitigkeiten dar. Anstatt einfach die Mittelzuweisungen zu kürzen oder bestimmte Programme zu kürzen, scheint die Verwaltung Verwaltungsverfahren und bürokratische Hürden zu nutzen, um die Bearbeitung und Verteilung von Zuschüssen an berechtigte Forscher zu verhindern. Dieser Ansatz führt zu Unsicherheiten und Verzögerungen, die genauso schädlich sein können wie völlige Stornierungen.
Quelle: NPR

