Trump-Administrator widersetzt sich Gerichtsurteilen, Rechtsstaatlichkeit ist in Gefahr

Die Analyse zeigt, dass die Trump-Regierung Entscheidungen von Bundesgerichten zunehmend ignoriert. Rechtsexperten warnen vor einem Zusammenbruch der richterlichen Kontrolle und Gewaltenteilung.
Im Verhältnis der Trump-Regierung zur Bundesjustiz hat sich ein besorgniserregendes Muster herausgebildet, das ernsthafte Fragen zum Grundprinzip der Rechtsstaatlichkeit in Amerika aufwirft. Rechtsanalysten und Verfassungswissenschaftler haben mehrere Fälle dokumentiert, in denen Beamte der Exekutive richterliche Entscheidungen missachtet oder umgangen haben, was Kritikern zufolge eine beispiellose Herausforderung für die Gewaltenteilung darstellt, die dem gesamten US-Regierungssystem zugrunde liegt.
Die Bedenken verstärkten sich, als ein Bundesrichter ein entscheidendes Urteil gegen die umstrittene Einwanderungspolitik der Trump-Regierung erließ, die es den Behörden erlaubte, Einwanderer auf unbestimmte Zeit festzuhalten, ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, eine Kaution zu hinterlegen. Anstatt dieser gerichtlichen Entscheidung Folge zu leisten, was in früheren Regierungen die übliche Vorgehensweise gewesen wäre, erklärte ein hochrangiger Beamter des Justizministeriums öffentlich, dass das Urteil für die Exekutive nicht bindend sei und es ihm an durchsetzbarer Autorität fehle.
Diese bemerkenswerte Erklärung war ein wirksames Signal dafür, dass die Regierung ihre Inhaftierungspraktiken im ganzen Land trotz klarer richterlicher Intervention fortsetzen würde. Einwanderungshäftlingen in Einrichtungen im ganzen Land wurde weiterhin ihr verfassungsmäßiges Recht auf Kautionsanhörungen verweigert, was einen direkten Verstoß gegen die ausdrückliche Anweisung des Bundesgerichts darstellt. Die Dreistigkeit dieser Missachtung schockierte Rechtsbeobachter, die davon ausgegangen waren, dass selbst die umstrittensten Regierungen gerichtliche Anordnungen grundsätzlich respektieren würden.
Quelle: The Guardian


