Trump-Administrator nimmt 384 Bürger im Zuge der Denaturierung ins Visier

Die Trump-Regierung setzt das Justizministerium unter Druck, Hunderte Fälle von Ausbürgerungen zu verfolgen und im Ausland geborenen Amerikanern möglicherweise die Staatsbürgerschaft zu entziehen.
In einem bedeutenden politischen Wandel, der erhebliche Kontroversen ausgelöst hat, erhöht die Trump-Regierung Berichten zufolge den Druck auf das Justizministerium, Denaturalisierungsfälle gegen im Ausland geborene amerikanische Staatsbürger aggressiv zu verfolgen. Diese Initiative stellt eine dramatische Ausweitung der Durchsetzungsmaßnahmen gegen Personen dar, die durch den Einbürgerungsprozess die US-Staatsbürgerschaft erhalten haben, und markiert eine bemerkenswerte Eskalation in der Agenda der Regierung zur Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen.
Laut einem Bericht der New York Times hat das Justizministerium bereits eine umfassende Liste mit 384 im Ausland geborenen US-Bürgern zusammengestellt, deren Entzug der Staatsbürgerschaft das Ministerium anstreben will. Beamte innerhalb des Ministeriums haben angedeutet, dass der Prozess zur Einleitung dieser Fälle in den kommenden Wochen beginnen wird, was die Voraussetzungen für eine der möglicherweise anspruchsvollsten Herausforderungen im Bereich der Staatsbürgerschaft in der jüngeren amerikanischen Geschichte schaffen wird.
Der Ausbürgerungsprozess umfasst Gerichtsverfahren, die darauf abzielen, Personen den Staatsbürgerschaftsstatus zu entziehen, den sie zuvor durch die Einbürgerung erlangt haben. Typischerweise werden solche Fälle aufgrund von Betrug, falscher Darstellung oder der Verschleierung wesentlicher Tatsachen während des Einbürgerungsverfahrens verfolgt. Das Ausmaß dieser Initiative – die sich gleichzeitig an fast 400 Personen richtet – stellt jedoch eine beispiellose Durchsetzungsstrategie dar, die laut Rechtsexperten weitreichende Auswirkungen auf die eingebürgerte Bevölkerung haben könnte.
Quelle: The Guardian


