Trump fordert die bedingungslose Kapitulation Irans, während Putin interveniert

Während die Spannungen zwischen den USA und dem Iran eskalieren, fordert Präsident Trump die „bedingungslose Kapitulation“ Irans, während der russische Präsident Putin Gespräche mit der iranischen Führung führt.
Washington – In einer dramatischen Eskalation des anhaltenden Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat Präsident Donald Trump gefordert, dass Teheran bedingungslos kapituliert und neue Führer wählt, die für das Weiße Haus „akzeptabel“ sind. Dies geschah, als der russische Präsident Wladimir Putin mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani sprach, um die Krise zu entschärfen.
Trumps Forderung nach einer bedingungslosen Kapitulation des Iran ist eine deutliche Abkehr von der bisherigen US-Politik, die versucht hatte, mit Teheran über dessen Atomprogramm und seinen regionalen Einfluss zu verhandeln. Die harte Haltung des Präsidenten kommt nach sechs Tagen intensiver Kämpfe zwischen US-amerikanischen und iranischen Streitkräften, die auf beiden Seiten zu erheblichen Verlusten geführt haben.
In einer Fernsehansprache beschuldigte Trump Iran, „Terrorismus zu unterstützen“ und versprach, dass die USA nicht nachgeben würden, bis die iranische Regierung seinen Forderungen zustimme. Er erklärte: „Wir werden nicht ruhen, bis Iran bedingungslos kapituliert und neue Führer gewählt hat, die für die Vereinigten Staaten und unsere Verbündeten akzeptabel sind.“
Die Position des Weißen Hauses wurde von einigen Gesetzgebern und Außenpolitikexperten kritisiert, die argumentieren, dass ein solches Ultimatum wahrscheinlich keinen Erfolg haben wird und den Konflikt weiter eskalieren könnte. Der demokratische Senator Chris Murphy warnte: „Die Forderung nach bedingungsloser Kapitulation des Iran ist ein Rezept für einen andauernden, nie endenden Krieg.“
Währenddessen telefonierte der russische Präsident Wladimir Putin in einem möglichen diplomatischen Durchbruch mit seinem iranischen Amtskollegen Hassan Rouhani. Nach Angaben des Kremls diskutierten die beiden Staats- und Regierungschefs Möglichkeiten zur Deeskalation der Situation und zur „Wiederaufnahme umfassender Verhandlungen“ zur Lösung der Krise.
Putins Intervention erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Russland versucht, sich als Vermittler zwischen den USA und dem Iran zu positionieren, mit dem Ziel, einen umfassenden Krieg zu verhindern, der die Region destabilisieren könnte. Moskau unterhält enge Beziehungen zu Teheran, auch wenn es versucht, seine Beziehungen zu Washington auszugleichen.
Die jüngsten Entwicklungen unterstreichen die hohen Risiken und die komplexe geopolitische Dynamik, die in der anhaltenden Pattsituation zwischen den USA und dem Iran eine Rolle spielen. Während der Krieg der Worte und militärischen Aktionen weitergeht, wartet die Welt gespannt auf Anzeichen einer diplomatischen Abkehr, die verhindern könnte, dass der Konflikt noch weiter außer Kontrolle gerät.
Quelle: BBC News


