Trump entlässt Marineminister wegen Streit um Schiffbau

John Phelan wurde aufgrund von Spannungen mit Pete Hegseth und Meinungsverschiedenheiten über die Strategie und das Tempo des Schiffbaus als Marineminister von Trump abgesetzt.
Die Trump-Administration hat am Mittwoch erhebliche personelle Veränderungen im Verteidigungsministerium vorgenommen und die Absetzung von John Phelan von seinem Posten als Marineminister angekündigt. Dieser Abgang stellt einen bemerkenswerten Führungswechsel dar und stellt das erste Mal dar, dass ein Dienstsekretär während der Amtszeit der aktuellen Regierung entlassen wurde. Laut mehreren Quellen in Regierungskreisen war die Entscheidung eher auf interne Meinungsverschiedenheiten über Marineschiffbaustrategien als auf externe geopolitische Bedenken zurückzuführen.
John Phelan, der zuvor einen bekannten privaten Investmentfonds mit Sitz in Florida betrieb und als bedeutender Geldgeber enge Beziehungen zu Präsident Donald Trump unterhielt, war mit wichtigen Regierungsvertretern über die Richtung und das Tempo der Schiffbauinitiativen der Marine uneins. Beamte des Pentagons bestätigten, dass die Spannungen zwischen Phelan und Pete Hegseth, der eine hohe Verteidigungsposition innerhalb der Regierung innehat, wesentlich zu der Entscheidung beigetragen haben, seine Amtszeit zu beenden. Im Mittelpunkt der Meinungsverschiedenheit stand die Frage, wie schnell und effizient die Marine ihre Schiffsbauprogramme vorantreiben sollte.
Der Zeitpunkt von Phelans Abzug erwies sich als besonders bemerkenswert, da er in einer Woche stattfand, die von eskalierenden maritimen Spannungen in einer strategisch wichtigen Region geprägt war. Das Korps der iranischen Revolutionsgarde führte koordinierte Operationen in der Straße von Hormus durch, beschlagnahmte zwei kommerzielle Containerschiffe und leitete sie in iranische Hoheitsgewässer um. Die iranischen Behörden behaupteten, die Beschlagnahmungen seien gerechtfertigte Reaktionen auf angebliche Verstöße auf See, obwohl internationale Beobachter und westliche Regierungen diese Rechtfertigungen bestritten und die Aktionen als weiteren Beweis für die regionale Destabilisierung betrachteten.


