Trump kritisiert Papst wegen „schwacher“ Führung

Präsident Trump kritisiert Papst Leo für seinen zu liberalen und zu sanften Umgang mit Kriminalität, was seine Fehde mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche eskaliert.
Präsident Trump hat einen vernichtenden Angriff auf Papst Leo gestartet und dem Oberhaupt der katholischen Kirche vorgeworfen, zu liberal und „schwach in Sachen Kriminalität“ zu sein. Die Kommentare kamen während einer Pressekonferenz am Sonntagabend im Joint Base Andrews, wo der Präsident seine Kritik an der fortschrittlichen Haltung des Papstes in sozialen Fragen verschärfte.
„Papst Leo ist ein schwacher Anführer, er ist zu liberal und er geht nicht hart genug gegen Kriminalität und illegale Einwanderung vor“, sagte Trump gegenüber Reportern. „Die Kirche unter seiner Führung ist zu einer Schande geworden.“
Die Äußerungen des Präsidenten sind die jüngste Salve in einer anhaltenden Fehde zwischen dem Weißen Haus und dem Vatikan. Trump ist wiederholt wegen einer Reihe von Themen mit dem Papst aneinandergeraten, darunter Einwanderung, Klimawandel und die Rolle der organisierten Religion in der Gesellschaft.
„Papst Leo belehrt uns immer wieder über Mitgefühl, aber er hat weder die Kraft noch den Mut, sich mit den wirklichen Problemen zu befassen, mit denen die Welt heute konfrontiert ist“, sagte Trump. „Er ist ein Schwächling und die katholische Kirche leidet unter seiner Schwäche.“
Das Weiße Haus hat noch nicht auf Anfragen des Vatikans nach Kommentaren geantwortet, aber es ist wahrscheinlich, dass Papst Leo in den kommenden Tagen eine Erklärung abgeben wird, in der er die Äußerungen des Präsidenten verurteilt. Die beiden Führer sind wiederholt über die Rolle der Religion in der Politik gestritten, wobei der Papst einen progressiveren, sozialbewussteren Ansatz befürwortete, während Trump sich konservativen, nationalistischen Fraktionen innerhalb der Kirche angeschlossen hat.
Dieser jüngste Ausbruch des Präsidenten wird die Spannungen zwischen dem Weißen Haus und dem Vatikan sicherlich weiter verschärfen, da beide Seiten weiterhin um die zukünftige Ausrichtung der katholischen Kirche und ihren Platz in der modernen Welt streiten.
Quelle: The New York Times


