Trump vergleicht Iran-Angriff mit Pearl Harbor und trifft sich mit japanischem Premierminister

US-Präsident Donald Trump verglich seinen geplanten Angriff auf den Iran mit dem Bombenanschlag auf Pearl Harbor und stieß bei einem Treffen mit dem japanischen Premierminister auf Kritik von Verbündeten.
Präsident Trump verglich seinen geplanten Militärschlag gegen Iran bei einem Treffen mit dem japanischen Premierminister Shinzo Abe mit dem Angriff auf Pearl Harbor und stieß dabei auf Kritik von Verbündeten, die nicht über die geplante Aktion informiert waren.
Bei dem Überraschungstreffen wurde Trump gefragt, warum er die US-Verbündeten nicht über den geplanten Angriff auf den Iran informiert habe, den er in letzter Minute abgesagt hatte. Trump verteidigte seine Entscheidung und erklärte, er wolle das Überraschungsmoment bewahren, so wie es die Japaner 1941 beim Angriff auf Pearl Harbor taten, der die USA in den Zweiten Weltkrieg zog.
Der Vergleich mit dem berüchtigten japanischen Überraschungsangriff, bei dem über 2.400 amerikanische Soldaten getötet wurden, löste bei internationalen Beobachtern Bestürzung aus. Kritiker argumentierten, dass Trump einen der dunkelsten Tage in der Geschichte der USA trivialisierte und dabei die Beziehungen zu wichtigen Verbündeten beschädigte.
Trump behauptete trotz der Gegenreaktion, dass seine Entscheidung, den Iran-Angriff in letzter Minute abzubrechen, Zurückhaltung und den Wunsch zeige, unnötiges Blutvergießen zu vermeiden. Er erklärte, dass er bereit sei, mit dem Iran zu verhandeln, aber künftige Militäraktionen nicht ausschließen würde, wenn das Regime seine „bösartigen“ Aktivitäten in der Region fortsetze.
Das Treffen mit Abe fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nach dem Abschuss einer amerikanischen Überwachungsdrohne und einer Reihe von Angriffen auf Öltanker in der Straße von Hormus weiterhin hoch sind. Trump hat lähmende Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängt, sich aber bisher Forderungen nach einer direkten militärischen Konfrontation widersetzt.
Analysten sagen, dass Trumps Vergleich des Iran-Angriffsplans mit Pearl Harbor seine unorthodoxe Herangehensweise an die Außenpolitik widerspiegelt, die zuweilen traditionelle US-Verbündete verärgert hat. Der Präsident bleibt jedoch dabei, dass seine „America First“-Agenda notwendig sei, um die amerikanischen Interessen auf der globalen Bühne zu schützen.

Quelle: BBC News


