Trumps Begnadigung kostet Opfer 113 Millionen US-Dollar an Hilfe

Durch die Begnadigungen des Präsidenten entfällt die wichtige Finanzierung von Hilfsprogrammen für Opfer von Straftaten. Demokratischer Kongressabgeordneter bringt Gesetze zur Rechenschaftspflicht voran, um die Ressourcen der Überlebenden zu schützen.
Der Einsatz der Begnadigungsbefugnis des Präsidenten hat sich zu einem wichtigen Streitpunkt in der zeitgenössischen amerikanischen Politik entwickelt, mit weitreichenden Konsequenzen, die über typische juristische Debatten hinausgehen. Die jüngste Welle von Trump-Begnadigungen hat eine unerwartete, aber verheerende Wirkung gezeigt: die Abschaffung von Bußgeldern und Strafen in Höhe von über 113 Millionen US-Dollar, die zur Unterstützung von Opfern von Gewaltverbrechen vorgesehen waren. Dieser finanzielle Verlust stellt eine ernsthafte Bedrohung für wesentliche soziale Dienste dar, die Lebensadern für einige der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft darstellen.
Laut umfassender Berichterstattung von Trace, einem auf Waffengewalt spezialisierten investigativen Journalismus, der anschließend dem Guardian mitgeteilt wurde, haben die 117 Begnadigungen während Trumps zweiter Amtszeit systematisch Hunderte Millionen Dollar an Wiedergutmachungsmitteln vernichtet. Diese Mittel waren ursprünglich für den sogenannten Opferfonds vorgesehen, einen wichtigen Mechanismus zur Unterstützung von Überlebenden von Gewaltverbrechen und zur Bereitstellung wesentlicher Dienstleistungen für die von Gewalt Betroffenen. Der finanzielle Verlust geht über ein einzelnes Programm hinaus und wirkt sich auf Unterkünfte für häusliche Gewalt, Zentren für Vergewaltigungskrisen und Einrichtungen zur Behandlung von Kindesmissbrauch im ganzen Land aus.
Das Ausmaß dieses Verlusts für die Organisationen und Einzelpersonen, die auf diese Ressourcen angewiesen sind, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Opfer von Gewaltverbrechen stehen auf ihrem Genesungsweg bereits vor außergewöhnlichen psychologischen und praktischen Herausforderungen. Der Wegfall zweckgebundener Mittel in Höhe von 113 Millionen US-Dollar zwingt diese Unterstützungsorganisationen dazu, mit stark eingeschränkten Budgets zu arbeiten, während die Nachfrage nach ihren Dienstleistungen weiter steigt. Unterkünfte, die Notunterkünfte anbieten, Berater, die Traumatherapie anbieten, und Anwälte, die Opfer über das Rechtssystem unterstützen, stehen nun vor der unmöglichen Entscheidung, welche Dienste sie beibehalten und welche sie reduzieren sollen.

