Trumps Friedensausschuss erhält 10 Milliarden US-Dollar, während die UN hungert

Die USA überweisen 10 Milliarden US-Dollar an Trumps privates Friedensgremium, während Gaza-Hilfe einfließt und die UN weiterhin unterfinanziert sind. Kritische Analyse falsch gesetzter Prioritäten.
Während humanitäre Hilfe weiterhin in verheerend unzureichendem Umfang in Gaza ankommt, haben die Vereinigten Staaten eine umstrittene Entscheidung getroffen, dem neu gegründeten Friedensausschuss von Präsident Donald Trump 10 Milliarden US-Dollar bereitzustellen. Diese enorme Finanzierungszusage steht in krassem Gegensatz zu den schlimmen Bedingungen vor Ort, wo Hilfsorganisationen berichten, dass die aktuellen Hilfsströme katastrophal hinter den menschlichen Grundbedürfnissen zurückbleiben. Die Diskrepanz zwischen den für private Initiativen bereitgestellten Ressourcen und den etablierten internationalen Mechanismen wirft grundlegende Fragen zu den außenpolitischen Prioritäten und der Rechenschaftspflicht der USA auf.
Die Lage in Gaza ist nach wie vor äußerst instabil, da es im gesamten Gebiet immer noch an Notunterkünften mangelt und die Materialien für den Wiederaufbau aufgrund der strengen Kontrollen Israels bei der Einfuhr von Waren in die Region stark eingeschränkt sind. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen werden die Bedingungen im gesamten Gazastreifen weiterhin als „katastrophal“ beschrieben, da die grundlegende Infrastruktur zerstört ist und die Zivilbevölkerung Schwierigkeiten hat, Zugang zu lebenswichtigen Dienstleistungen zu erhalten. Trotz der Umsetzung eines Waffenstillstandsabkommens hat die Gewalt nicht vollständig aufgehört. Berichten zufolge wurden seit Beginn der größeren Feindseligkeiten bei israelischen Militärangriffen etwa 600 Menschen getötet.
Der besorgniserregendste Aspekt dieser Ressourcenzuweisung ist der starke Kontrast zwischen der Finanzierung von Trumps Friedensausschuss und den finanziellen Verpflichtungen Amerikas gegenüber etablierten internationalen Organisationen. Während 10 Milliarden US-Dollar in diese private Initiative fließen, hat Washington lediglich 160 Millionen US-Dollar zur Begleichung seiner Rückstände bei den Vereinten Nationen beigesteuert, so dass mehr als 4 Milliarden US-Dollar an ausstehenden Verpflichtungen unbezahlt blieben. Dies stellt einen Bruchteil dessen dar, was die USA internationalen Gremien schulden, die über jahrzehntelange Erfahrung in der Konfliktlösung und humanitären Hilfe verfügen.
Quelle: The Guardian


