Trumps Anfechtung der Staatsbürgerschaft: Der Oberste Gerichtshof wägt ab

Der Oberste Gerichtshof der USA prüft, ob Trump das Geburtsrecht auf die Staatsbürgerschaft, ein zentrales amerikanisches Prinzip, neu definieren kann. Richter prüfen die kontroversen Argumente der Regierung.
In einem surrealen Moment setzte sich das höchste Justizorgan des Landes vor dem Obersten Gerichtshof der USA mit einer grundlegenden Frage auseinander: Kann Donald Trump durch eine Verordnung den Begriff der amerikanischen Staatsbürgerschaft neu definieren?
Mehr als zwei Stunden lang erörterte das Gericht Argumente über den Versuch der Regierung, den seit langem geltenden Grundsatz abzuschaffen, dass fast jeder, der auf US-amerikanischem Boden geboren wird, automatisch US-Bürger ist. Dieses als Birthright Citizenship bekannte Konzept ist seit Generationen ein zentraler Grundsatz der amerikanischen Geschichte.
Trotz Trumps beispiellosem Auftritt vor Gericht schienen die meisten Richter den Argumenten der Regierung zutiefst skeptisch gegenüberzustehen, was Bedenken hinsichtlich der weitreichenden Auswirkungen eines solchen Schritts aufkommen ließ. Das Erstgeburtsrecht gilt seit langem als Eckpfeiler der amerikanischen Identität, und die Entscheidung des Gerichts könnte tiefgreifende Folgen für das Selbstverständnis der Nation haben.
Quelle: The Guardian


