Trumps umstrittene diplomatische Wahl zieht sich nach Gegenreaktion zurück

Trumps Kandidat für ein Spitzendiplomatenamt tritt zurück, nachdem er aufgrund einer Gegenreaktion auf frühere Äußerungen zu Rasse und jüdischem Volk ohne die Unterstützung der Republikaner auskommt.
Trumps Kandidat für einen Spitzenposten in der Diplomatie wurde aus der Prüfung zurückgezogen, nachdem eine wachsende Gegenreaktion auf seine früheren Äußerungen zu Rasse und jüdischem Volk dazu geführt hatte, dass er keine entscheidende republikanische Unterstützung hatte. Jeremy Carl, der als stellvertretender Außenminister für internationale Organisationen ausgewählt worden war – eine Rolle, die die US-Politik gegenüber Gremien wie der UN überwacht – gab am Dienstag bekannt, dass er zurücktritt, nachdem es ihm nicht gelungen war, die einstimmige Unterstützung der Republikaner im Außenbeziehungsausschuss des Senats zu erhalten.
Dieses Versäumnis, Jeremy Carl zu ernennen, ist ein seltener Rückschlag für Trump, da der von den Republikanern kontrollierte Senat seinen Ernennungen bisher größtenteils zugestimmt hat. Der Rückzug verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen der Präsident bei der Besetzung wichtiger diplomatischer Positionen konfrontiert war, selbst wenn seine eigene Partei die Oberkammer des Kongresses kontrolliert.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Die Kontroverse um Carls Nominierung konzentrierte sich auf seine früheren Kommentare, die Kritiker als „anti-israelisch und mit „rassistischen Untertönen bezeichneten. In einem Blogbeitrag aus dem Jahr 2016 argumentierte er beispielsweise, dass die USA ihre besondere Beziehung zu Israel beenden sollten, da dies nicht im nationalen Interesse Amerikas liege.
Carl zog auch Kritik für einen Artikel aus dem Jahr 2017 auf sich, in dem er unter Berufung auf diskreditierte Forschungsergebnisse zu IQ-Unterschieden zwischen Rassen behauptete, Afroamerikaner seien weniger intelligent als weiße Amerikaner. Diese Bemerkungen, von denen er später behauptete, sie seien aus dem Zusammenhang gerissen worden, erwiesen sich als zu viel für mehrere republikanische Senatoren, die ihre Unterstützung für seine Nominierung zurückhielten.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Die gescheiterte Nominierung ist ein Schlag für Trumps Bemühungen, die US-Außenpolitik umzugestalten, insbesondere für sein Bestreben, eine härtere Linie gegenüber internationalen Organisationen wie der UN zu verfolgen. Der Rückzug von Carl unterstreicht auch die Schwierigkeit des Präsidenten, qualifizierte Kandidaten zu finden, die bereit sind, seine kontroversen Positionen zu Themen wie dem Israel-Palästina-Konflikt zu verteidigen.
Zukünftig muss Trump einen Ersatz für die Rolle des stellvertretenden Außenministers finden, der sich in der komplexen geopolitischen Landschaft zurechtfindet und sich die parteiübergreifende Unterstützung im Senat sichert. Es steht viel auf dem Spiel, da diese Position eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Engagements Amerikas in der Weltorganisation spielt.
Quelle: The Guardian


