Trumps Justizministerium erhebt Anklage gegen Comey wegen Instagram-Post

Der frühere FBI-Direktor James Comey muss sich mit neuen Strafanzeigen von Trumps Justizministerium wegen eines umstrittenen Instagram-Posts konfrontiert sehen, in dem Muscheln als Zahlen dargestellt sind.
In einer bemerkenswerten Entwicklung, die die zunehmenden politischen Spannungen in Washington unterstreicht, hat das Justizministerium neue Strafanzeigen gegen James Comey eingereicht, den ehemaligen FBI-Direktor, der das Büro in den ersten Jahren von Donald Trumps Präsidentschaft leitete. Die Anklage, die am Dienstag beim Bundesgericht im östlichen Bezirk von North Carolina eingereicht wurde, stellt einen weiteren Brennpunkt in der umstrittenen Beziehung zwischen der Trump-Regierung und ihren vermeintlichen politischen Gegnern dar.
Im Mittelpunkt der strafrechtlichen Anklage steht ein Foto, das Comey letztes Jahr während seines Urlaubs auf Instagram gepostet hat. Auf dem Bild wurden absichtlich Muscheln an einem Strand angeordnet, um die Zahlen „86 47“ zu buchstabieren. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stellte der Post eine Drohung gegen Donald Trump dar, den derzeitigen 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die Zahl 86 wird seit langem als Slang- oder Abkürzung für „etwas oder jemanden loswerden“ verwendet, was die Vereinbarung für Trumps Unterstützer und sein Anwaltsteam als absichtliche Provokation erscheinen lässt.
Comey, der seit seinem Rücktritt als FBI-Direktor im Jahr 2017 ein relativ geringes öffentliches Profil bewahrt hat, ging schnell auf die Kontroverse um seinen Instagram-Beitrag ein. Anschließend löschte er das Bild von seinem Social-Media-Konto und entschuldigte sich förmlich mit der Begründung, dass er mit seinem Beitrag keine gewalttätigen Konsequenzen beabsichtigt habe. In seiner Erklärung brachte Comey zum Ausdruck, dass er sich nicht bewusst sei, dass die Zahlen irgendeinen Zusammenhang mit Gewalt oder Drohungen hätten, und bezeichnete die Vereinbarung als harmloser Natur.


