Trumps FCC nimmt das Fernsehen ins Visier und ignoriert das konservative Talk-Radio

Der Vorsitzende der FCC, Brendan Carr, droht in TV-Talkshows mit der Durchsetzung der gleichen Zeit, nicht jedoch im konservativ ausgerichteten Radio. Kritiker argumentieren, das Vorgehen sei ungleich und politisch motiviert.
Trumps Federal Communications Commission (FCC) hat Fernsehsender mit einer Reihe von Angriffen ins Visier genommen, wobei der Vorsitzende Brendan Carr damit gedroht hat, die Regel der gleichen Sendezeit in Talkshows am Tag und in der Nacht durchzusetzen. Die Interviewanteile von Talkshows waren in der Vergangenheit von den Vorschriften zur gleichen Zeit ausgenommen, aber Carr hat die FCC-Regeln auf neuartige Weise interpretiert, um Sender ins Visier zu nehmen, die von Präsident Trump missbilligt werden.
Kritiker weisen darauf hin, dass Carrs Drohungen mit der Durchsetzung der gleichen Zeit ungleich gelten, da er sie nicht an Talkradio gerichtet hat, das überwiegend konservativ ist. Angesichts der Ähnlichkeiten zwischen Interviews in Fernseh- und Radiosendungen haben Kritiker Carr gebeten, zu erklären, warum er eine Verwarnung wegen gleicher Strafverfolgung an Fernsehsender, nicht aber an Radiosender ausgesprochen hat.
Carrs Antworten auf die Talk-Radio-Fragen waren vage, selbst als er sich mit Late Show-Moderator Stephen Colbert anlegte und eine Untersuchung einleitete ABCs The View über sein Interview mit dem texanischen Senatskandidaten James Talarico. In einer Pressekonferenz weigerte sich Carr, die Ungleichbehandlung von Fernsehen und Radio direkt anzusprechen.
Das Vorgehen der FCC gegen TV-Talkshows, bei gleichzeitiger Missachtung des konservativen Talkradios, hat den Vorwurf geschürt, dass die Maßnahmen der Agentur politisch motiviert und auf republikanische Interessen abzielen. Kritiker argumentieren, dass die Equal-Time-Regel einheitlich auf allen Medienplattformen angewendet werden sollte, anstatt gezielt auf bestimmte Netzwerke oder Hosts abzuzielen.
Die FCC der Trump-Regierung hat in der Vergangenheit Maßnahmen ergriffen, die scheinbar konservative Medien und republikanische Interessen begünstigen, wie zum Beispiel , um mehr zu erreichen Republikaner in Talkshows am späten Abend und tagsüber im Fernsehen. Dieser jüngste Schritt gegen Fernsehsender, der zwar das konservative Talkradio ignoriert, hat die Besorgnis über die politische Agenda der Agentur und ihr Engagement für die faire und unparteiische Einhaltung der Medienvorschriften nur noch weiter angeheizt.
Da die FCC ihre Regulierungsbefugnisse weiterhin auf eine Art und Weise ausübt, die scheinbar auf bestimmte Medienunternehmen abzielt, wird sich die Debatte über die Unparteilichkeit der Behörde und die Zukunft der Medienregulierung in den Vereinigten Staaten wahrscheinlich intensivieren.
Quelle: Ars Technica


