Trumps mitternächtlicher Amoklauf in den sozialen Medien

Der Präsident postet mehr als 50 Mal innerhalb von Stunden, in denen er Obama und die NY Times angreift und angesichts der Spannungen im Iran eine demokratische Strafverfolgung fordert.
In einer dramatischen Demonstration seines nächtlichen digitalen Aktivismus unternahm Präsident Trump eine beispiellose Social-Media-Tour, bei der er innerhalb eines komprimierten dreistündigen Zeitfensters von Montagabend bis in die frühen Morgenstunden des Dienstags über 50 Mal postete. Die Flut von Posts zeigte, dass ein Präsident sich intensiv mit seinen Kritikern und Kritikern beschäftigt und seine bevorzugten Plattformen nutzt, um direkt mit seinen Unterstützern zu kommunizieren und dabei traditionelle Medienfilter zu umgehen.
Die nächtliche Social-Media-Tirade richtete sich gegen zahlreiche Gegner aus dem gesamten politischen Spektrum, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf den ehemaligen Präsidenten Barack Obama gerichtet war, dem Trump verschiedene Missetaten vorwarf und sich dabei auf Behauptungen stützte, die Faktenprüfer wiederholt bestritten hatten. Neben Angriffen auf seine demokratischen Vorgänger richtete der Präsident auch Breitseiten gegen etablierte Medieninstitutionen, insbesondere gegen die New York Times, eine Publikation, die er häufig für eine seiner Meinung nach unfaire Berichterstattung über seine Regierung und persönliche Angelegenheiten kritisiert hat.
Zu den Beiträgen, die mehr Aufsehen erregten, gehörten Bilder, die offenbar digital manipuliert wurden, um Trump auf der Währung zu zeigen, einschließlich einer kontroversen Darstellung seiner selbst auf dem 100-Dollar-Schein. Auch wenn diese Beiträge für manche Beobachter eine humorvolle Absicht hatten, unterstrichen sie doch den unkonventionellen Charakter von Trumps Kommunikationsstrategie und seine Bereitschaft, die Internetkultur und Meme-nahe Inhalte als legitime politische Botschaften zu akzeptieren.


