Trumps Pool-Firma erhält DC-Vertrag ohne Gebot über 6,9 Millionen US-Dollar

Ein Unternehmen aus Virginia mit Verbindungen zum Trump-Golfplatz erhielt ohne Ausschreibung einen Auftrag über 6,9 Millionen US-Dollar für die Restaurierung des Lincoln Memorial-Reflektorbeckens, was Fragen zur Beschaffung aufwirft.
Die jüngste Infrastrukturinitiative der Trump-Administration für Washington DC hat Kontroversen über die Beschaffungspraktiken ausgelöst. So wurde ein No-Bid-Auftrag im Wert von 6,9 Millionen US-Dollar für die Restaurierung des berühmten 2.000 Fuß großen Spiegelbeckens vor dem Lincoln Memorial vergeben. Die Entscheidung wurde von staatlichen Überwachungsgruppen und Kongressbeobachtern scharf kritisiert, die die Transparenz und den Wettbewerbscharakter des Ausschreibungsverfahrens für dieses hochkarätige Restaurierungsprojekt in Frage stellen.
Laut einem Bericht der New York Times ging der umstrittene Auftrag am 3. April an Atlantic Industrial Coatings, ein Unternehmen mit Sitz in New Canton, Virginia. Was diese Auswahl besonders bemerkenswert macht, ist die Tatsache, dass das Unternehmen vor diesem Großauftrag keine dokumentierten Bundesaufträge erhalten hatte, was die Frage aufwirft, wie das Unternehmen unter potenziell erfahreneren Auftragnehmern ausgewählt wurde, die in der Lage sind, ein so bedeutendes öffentliches Bauprojekt abzuwickeln.
Der reflektierende Pool, der sich über die gesamte Länge der National Mall zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument erstreckt, stellt eines der bekanntesten Wahrzeichen Amerikas dar und diente als Kulisse für unzählige historische Momente, von Bürgerrechtskundgebungen bis hin zur Amtseinführung des Präsidenten. Die Restaurierungsbemühungen stellen eine erhebliche Investition in die Erhaltung dieses geschätzten Symbols der amerikanischen Demokratie dar und würden umfangreiche Renovierungsarbeiten erfordern, um jahrelanger Abnutzung und Umweltzerstörung entgegenzuwirken.


