Trumps Handelsstrategie steht vor einem Rückschlag vor dem Obersten Gerichtshof

Eine Analyse, wie ein aktuelles Urteil des Obersten Gerichtshofs zu Zöllen die protektionistische Handelsstrategie von Präsident Trump und ihre möglichen Auswirkungen in Frage gestellt hat.
Die protektionistische Handelsstrategie der Trump-Regierung erlitt einen erheblichen Rückschlag durch ein aktuelles Urteil des Obersten Gerichtshofs, das die Möglichkeiten des Präsidenten, einseitig Zölle zu erheben, einschränken könnte. Die Entscheidung des Gerichts hat Fragen zur langfristigen Durchführbarkeit von Trumps Handelsagenda und zum Ausmaß aufgeworfen, in dem er in den laufenden Verhandlungen mit wichtigen Handelspartnern Einfluss behalten kann.
Der fragliche Fall drehte sich um die Nutzung von Abschnitt 232 des Trade Expansion Act von 1962 durch die Regierung, der dem Präsidenten weitreichende Befugnisse einräumt, Zölle auf Importe zu erheben, die als Bedrohung für die nationale Sicherheit angesehen werden. Trump hat sich auf diese Bestimmung berufen, um Zölle auf Stahl, Aluminium und andere Waren von US-Verbündeten zu erheben, was weltweit zu Vergeltungsmaßnahmen und Handelsstreitigkeiten geführt hat.
In einem 5-4-Urteil entschied der Oberste Gerichtshof, dass die Nutzung von Abschnitt 232 durch die Trump-Regierung zur Erhebung von Zöllen auf importierten Stahl und Aluminium eine verfassungswidrige Übertragung gesetzgeberischer Befugnisse sei. Die Entscheidung schränkt im Wesentlichen die Möglichkeiten des Präsidenten ein, einseitig Zölle ohne ausdrückliche Zustimmung des Kongresses zu erheben, und untergräbt damit möglicherweise ein wichtiges Instrument in Trumps Handelsarsenal.
Quelle: Al Jazeera


