Trump bittet Europa um Hilfe bei der Konfrontation mit dem Iran: Untersuchung der diplomatischen Spannungen

Der ehemalige französische Botschafter in den USA, Gerard Araud, äußert sich zu den wachsenden Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran und warum Europa zögert, sich dem Kampf anzuschließen.
Während die Trump-Regierung ihre Konfrontation mit dem Iran verschärft, hat der Präsident die europäischen Verbündeten aufgerufen, sich dem Kampf anzuschließen. Der ehemalige französische Botschafter in den USA, Gerard Araud, argumentiert, dass Europa Recht hat, wenn es nicht in einen neuen Krieg im Nahen Osten verwickelt wird.
Araud, der von 2014 bis 2019 Frankreichs Spitzendiplomat in Washington war, sagt, die USA und Israel würden zu viel ausspielen und die Fähigkeiten Irans unterschätzen. Er glaubt, dass Europa Abstand zu dem drohenden Konflikt wahren sollte, auch wenn die Trump-Regierung mehr wirtschaftlichen und diplomatischen Druck auf Teheran ausübt.
Die Trump-Regierung hat eine harte Haltung gegenüber dem Iran eingenommen, indem sie sich aus dem Atomabkommen von 2015 zurückzog und lähmende Sanktionen verhängte. Als Reaktion auf die jüngsten Tankerangriffe im Persischen Golf haben die USA außerdem zusätzliche Truppen in den Nahen Osten geschickt und Cyberangriffe gegen den Iran durchgeführt.
Araud sagt, dass Europa zu Recht vorsichtig sei, sich den von den USA geführten Bemühungen anzuschließen, und warnt davor, dass eine militärische Konfrontation mit dem Iran schnell außer Kontrolle geraten könnte.
Quelle: Al Jazeera


