Trump fordert neue Zölle nach Urteil des Obersten Gerichtshofs

Die Trump-Regierung leitet eine Handelsuntersuchung ein, um die vom Obersten Gerichtshof aufgehobenen Zölle zu ersetzen, mit dem Ziel, entgangene Einnahmen auszugleichen.
Um die Einnahmeverluste in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Februar auszugleichen, hat die Trump-Regierung eine neue Handelsuntersuchung gegen die Produktion im Ausland eingeleitet. Dieser jüngste Versuch erfolgt, da die Regierung versucht, die zuvor von Präsident Trump verhängten Zölle zu ersetzen, die vom höchsten Gericht des Landes aufgehoben wurden.
Der Oberste Gerichtshof hatte Trumps Verwendung von Zöllen als wirtschaftlichen Notstand für verfassungswidrig erklärt und es der Regierung überlassen, alternative rechtliche Wege zu prüfen, um eine ähnliche Handelspolitik wieder einzuführen. Die neue Untersuchung zielt nach Angaben von Beamten darauf ab, durch unterschiedliche Gesetze neue Zölle einzuführen.

„Der Präsident und sein Team haben deutlich gemacht, dass sie versuchen, die verlorenen Einnahmen zu ersetzen“, sagte ein hochrangiger Verwaltungsbeamter. Dies deutet darauf hin, dass das Weiße Haus entschlossen ist, Wege zur Einführung von Handelshemmnissen zu finden, obwohl der Oberste Gerichtshof das bisherige Zollsystem gerügt hat.
Der neue Ermittlungsansatz der Regierung markiert eine Eskalation ihrer Bemühungen, amerikanische Industrien und Arbeitnehmer durch protektionistische Handelspolitik zu schützen. Durch die Erkundung alternativer rechtlicher Wege hofft das Trump-Team, das Urteil des Obersten Gerichtshofs zu umgehen und eine Version der abgeschafften Zölle wieder einzuführen.
Kritiker der Handelspolitik der Regierung argumentieren seit langem, dass die von Trump verhängten Zölle wirtschaftlich schädlich waren und amerikanischen Verbrauchern und Unternehmen schadeten. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wurde als Sieg für diejenigen gewertet, die den einseitigen Handelsansatz der Regierung ablehnten.
Der jüngste Schritt des Weißen Hauses deutet jedoch darauf hin, dass der Kampf um die Handelspolitik noch lange nicht vorbei ist. Während die Regierung nach neuen rechtlichen Rechtfertigungen für die Einführung von Zöllen sucht, wird der Kampf zwischen der Exekutive und der Justiz wahrscheinlich weitergehen.
Quelle: The Guardian


