Ugandas neues Souveränitätsgesetz stößt auf Gegenreaktionen

Ugandas umstrittenes Gesetz zum Schutz der Souveränität 2026 sieht 20 Jahre Gefängnisstrafen für die Förderung ausländischer Interessen vor und zieht Vergleiche mit autoritären Regimen.
Uganda bringt ein umstrittenes Gesetz voran, das bei Oppositionsführern, Verfechtern bürgerlicher Freiheiten und Juristen im ganzen Land heftige Kritik hervorgerufen hat. Der Protection of Sovereignty Bill 2026 stellt eine der aggressivsten gesetzgeberischen Maßnahmen gegen abweichende Meinungen in den letzten Jahren dar und schlägt drakonische Strafen vor, darunter bis zu 20 Jahre Gefängnis für Personen, denen vorgeworfen wird, das zu fördern, was die Regierung als „ausländische Interessen“ ansieht. Der weitreichende Charakter des Gesetzentwurfs geht weit über einfache strafrechtliche Sanktionen hinaus und erlegt einer Vielzahl von Personen und Organisationen, die finanzielle Beziehungen oder Arbeitspartnerschaften mit internationalen Unternehmen unterhalten, strenge Beschränkungen auf.
Die Gesetzgebung wird im parlamentarischen Verfahren in einem ungewöhnlichen Tempo vorangetrieben, wobei von den Gesetzgebern erwartet wird, dass sie die Debatten und Abstimmungsverfahren vor der Vereidigungszeremonie des ugandischen Präsidenten am 12. Mai abschließen. Dieser beschleunigte Zeitplan hat bei Menschenrechtsverteidigern die Alarmglocken läuten lassen, die argumentieren, dass der überstürzte Prozess eine angemessene öffentliche Kontrolle und sinnvolle parlamentarische Beratung zu einem so wichtigen Gesetz verhindert. Die Geschwindigkeit der Fortschritte deutet darauf hin, dass die Regierung den Gesetzentwurf als Priorität ansieht, obwohl Kritiker behaupten, dass diese Dringlichkeit demokratische Grundsätze und eine ordnungsgemäße gesetzgeberische Kontrolle untergräbt.
Gegner des Gesetzentwurfs haben explizite Vergleiche zwischen dem Gesetzesvorschlag Ugandas und den autoritären Taktiken Russlands und Chinas gezogen, die beide ähnlich restriktive Gesetze erlassen haben, die auf ausländischen Einfluss und abweichende Meinungen abzielen. Diese Vergleiche werden nicht leichtfertig angestellt, da sie die Schwere der Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen des Gesetzentwurfs auf Grundfreiheiten und demokratische Institutionen verdeutlichen. Rechtsexperten haben gewarnt, dass die vage Formulierung von „ausländischen Interessen“ gefährliche Möglichkeiten für Regierungsübergriffe und eine selektive Verfolgung politischer Gegner schafft.


