Britischen Alzheimer-Patienten fehlen experimentelle Behandlungen

Alzheimer's Research UK warnt davor, dass verspätete Diagnosen Patienten den Zugang zu klinischen Studien verwehren. Rekord-Arzneimittelstudien werden aufgrund langsamer Diagnoseprozesse nicht ausreichend genutzt.
Der Wettlauf um die Entwicklung wirksamer Behandlungen gegen die Alzheimer-Krankheit nimmt weltweit an Fahrt auf, wobei die Anzahl klinischer Studien in den letzten Jahren ein beispielloses Ausmaß erreicht hat. Es besteht jedoch eine besorgniserregende Lücke zwischen der Verfügbarkeit experimenteller Therapien und der Möglichkeit britischer Patienten, Zugang zu ihnen zu erhalten. Alzheimer's Research UK, eine führende nationale Wohltätigkeitsorganisation, die sich der Bekämpfung des kognitiven Verfalls widmet, hat ernsthafte Bedenken geäußert, dass Patienten aufgrund von Diagnoseverzögerungen und Genauigkeitsproblemen systematisch von der Teilnahme an diesen bahnbrechenden Studien ausgeschlossen werden.
Laut kürzlich veröffentlichten Forschungsdaten, die diese Woche veröffentlicht wurden, ist die Zahl der klinischen Studien zu Alzheimer auf ein Allzeithoch gestiegen, was ein Zeichen für beispiellose Investitionen in die Suche nach Lösungen für diese verheerende neurodegenerative Erkrankung ist Zustand. Doch trotz dieser therapeutischen Ausweitung warnt die Wohltätigkeitsorganisation, dass Großbritannien diese Chancen nicht nutzt. Das grundlegende Problem liegt darin, wie Patienten im Gesundheitssystem identifiziert, beurteilt und diagnostiziert werden – ein Prozess, der nach wie vor frustrierend langsam und oft ungenau ist.
Die Auswirkungen sind erheblich und besorgniserregend für Millionen von Familien, die in ganz Großbritannien von Demenz betroffen sind. Wenn die Diagnose verspätet eintrifft, sind die Patienten möglicherweise über das Stadium hinaus fortgeschritten, in dem experimentelle Studien sie sicher und effektiv einbeziehen können. Wenn den Diagnosen außerdem die von modernen klinischen Protokollen geforderte Spezifität fehlt, sind Patienten nicht mehr für Studien geeignet, die auf bestimmte biologische Marker oder Krankheitssubtypen abzielen. Dies führt zu einer paradoxen Situation, in der zwar hochmoderne Behandlungsmöglichkeiten existieren, aber für diejenigen, die sie am dringendsten benötigen, unzugänglich bleiben.


