Verstoß gegen britische Biobank: 500.000 Datensätze aufgedeckt

Die britische Biobank bestätigt einen Datenschutzverstoß, der 500.000 Personen betrifft. Krankenakten werden in China zum Verkauf angeboten. Erfahren Sie, was passiert ist und ob Ihre Daten gefährdet sind.
Eine schwerwiegende Datensicherheitsverletzung hat die britische Biobank, eine der weltweit größten Repositorien für medizinische Forschung, heimgesucht und Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre von Patienten und dem Schutz von Gesundheitsdaten gegeben. Der Verstoß, der durch Einträge von Cyberkriminellen auf chinesischen Untergrundmarktplätzen ans Licht kam, löste eine sofortige Untersuchung darüber aus, wie sensible medizinische Informationen von etwa 500.000 Personen böswilligen Akteuren zugänglich gemacht wurden. Dieser Vorfall stellt eine der schwerwiegendsten Datenschutzverletzungen im Gesundheitswesen der letzten Jahre dar und hat die Diskussionen über die Anfälligkeit großer medizinischer Datenbanken für Cyberangriffe neu entfacht.
Die UK Biobank, eine unschätzbare Ressource für die biomedizinische Forschung und den Fortschritt der medizinischen Wissenschaft, beherbergt umfassende Gesundheitsinformationen über eine halbe Million Teilnehmer, die freiwillig ihre Krankenakten und biologischen Proben zur Unterstützung der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung gestellt haben. Nach ersten Aussagen der Organisation haben die Beamten festgestellt, dass bei dem Verstoß keine personenbezogenen Daten wie Namen, Adressen oder direkte Kontaktdaten kompromittiert wurden. Die Bestätigung, dass auf medizinische Daten zugegriffen wurde und diese anschließend zum Verkauf angeboten wurden, hat jedoch bei Interessengruppen, Forschern und den betroffenen Personen, deren sensible Gesundheitsinformationen möglicherweise offengelegt wurden, immer noch erhebliche Besorgnis ausgelöst.
Die Entdeckung des Verstoßes erfolgte, als Cybersicherheitsforscher und Geheimdienstanalysten, die Dark-Web-Marktplätze überwachten, aus China stammende Einträge identifizierten, die den Zugriff auf scheinbar britische Biobank-Daten bewarben. Diese Auflistungen beinhalteten Behauptungen über den Besitz umfangreicher medizinischer Datensätze, was zu sofortigen Meldungen an die britische Biobank-Verwaltung und die zuständigen Aufsichtsbehörden führte. Die Organisation leitete umgehend eine umfassende Untersuchung ein, um das Ausmaß des Verstoßes zu ermitteln, die ausgenutzten Schwachstellen zu identifizieren und Abhilfemaßnahmen zu ergreifen, um weiteren unbefugten Zugriff auf ihre Systeme zu verhindern.
Quelle: BBC News


